Tag der inneren Balance 2018: Arbeiten, wenn andere schlafen!?

In unserem Organismus tickt eine innere Uhr, die die Phasen von Wachsein und Schlafen reguliert. In diesen biologischen Rhythmus greift Schichtarbeit ein und bewirkt einen ständigen Wechsel der inneren Uhr. Das belastet den Organismus erheblich. Zahlreiche Studien zeigen, dass bei Schichtarbeit psychosomatische Beschwerden, körperliche Erkrankungen und psychische Störungen häufiger auftreten. Ein Zusammenhang zwischen Schichtdienst und Magen-Darm-Erkrankungen, Bluthochdruck, einem erhöhten Cholesterinspiegel sowie der Entstehung von Diabetes ist belegt.

Schichtarbeit stört die innere Uhr und belastet die Gesundheit

Nach einer aktuellen Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung arbeitet jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland außerhalb der „normalen“ Zeiten von 7 bis 19 Uhr. 13 Prozent aller Arbeitnehmer müssen sich mit wechselnden Schichten arrangieren, also mit Früh- und Spätschichten, oft auch mit der Nachtschicht.
Schon länger wird vermutet, dass die Störung des Tag-Nacht-Rhythmus durch Schicht- und Nachtarbeit mit der Entstehung von Krebs zusammenhängen könnte. So haben erst vor kurzem US-Forscher bei der Analyse von 34 Studien herausgefunden, dass Männer, die regelmäßig Nachtschichten haben, häufiger an Prostatakrebs erkranken. Wenn Schlafstörungen hinzukommen, verstärkt sich der negative Einfluss von Nachtschichten.

24 Stunden Ruhe nach der Nachtschicht

Zwar sind die Zusammenhänge wissenschaftlich noch nicht eindeutig belegt. Doch führende deutsche Arbeitsmediziner raten dazu, bei der Gestaltung von Schichtplänen Erkenntnisse aus der Arbeitsmedizin, der Chronobiologie und der Arbeitswissenschaft stärker zu berücksichtigen. So weiß man inzwischen, dass Frühschichten für Spättypen („Eulen“) besonders belastend sind, während Frühtypen („Lerchen“) mit Spätschichten schlecht zurechtkommen. Generell empfehlen Arbeitsmediziner, dass nach einer Nachtschichtphase eine möglichst lange Ruhephase folgen sollte. Sie sollte keinesfalls weniger als 24 Stunden betragen.

Schichtarbeit bringt den biologischen Rhythmus durcheinander

Weil der Schlaf von einer inneren Uhr abhängt, können Nacht- und Wechsel-schichten nach Angaben von Professor Dr. med. Göran Hajak, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie an der Sozialstiftung Bamberg, zu einer kompletten Verschiebung der zirkadianen Rhythmik und zu Schlafdefiziten und Schlafstörungen führen. Für die Behandlung von Patienten, die unter anhaltenden Schlafstörungen und Schlaflosigkeit leiden, ist es deshalb wichtig, die Ursachen zu erkennen, betonte Hajak bei der Pressekonferenz an-lässlich des bundesweiten Tags der inneren Balance 2018 in München.

Stresslevel entscheidet über den Schlaf

Eine wichtige Rolle bei der Schlafregulation spielt das Stresshormon Cortisol. So ist bei Menschen mit normalem Arbeitsrhythmus, die unter Schlafstörungen leiden, der Cortisolspiegel im Speichel bereits ab dem Nachmittag erhöht. „Der Stresslevel am frühen Abend ist daher entscheidend für den Nachtschlaf“, so Hajak. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass das natürliche Arzneimittel Neurexan® den Cortisolspiegel senkt, die Entspannung fördert und die Schlafdauer verlängert. Der Organismus erhält so die Chance, seinen eigenen Rhythmus zu finden und einen gesunden Schlaf zu generieren, so der Wissenschaftler.

Chemische Mittel sind keine Option

Bei Schlafstörungen und Schlaflosigkeit, unter denen viele Schichtarbeiter leiden, sind synthetische Schlafmittel ohnehin keine Wahl. Auf Dauer erhöht sich die Abhängigkeitsgefahr und es kommt bei vielen Präparaten zu einem Hangover-Effekt. Man fühlt sich nach dem Aufwachen noch einige Zeit benommen und schläfrig. Ein natürliches Arzneimittel wie Neurexan® kann dagegen helfen, entspannter zu werden und leichter in einen erholsamen Schlaf zu finden. Ein weiterer großer Vorteil: Nimmt man das natürliche Präparat auch schon ein paar Stunden vor der gewünschten Schlafphase, hat es keine negativen Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit und Fahrtüchtigkeit.

Zum siebten Mal: Tag der inneren Balance

Der Tag der inneren Balance wurde 2012 erstmals ins Leben gerufen und findet jedes Jahr am 10. Oktober statt. Der Thementag will das öffentliche Bewusst-sein für die gesundheitlichen Auswirkungen von Anspannung, Stress und Schlafstörungen schärfen. Experten aus Wissenschaft und Praxis arbeiten eng zusammen und befassen sich intensiv mit diesen Themenfeldern. In diesem Jahr steht der Thementag unter dem Motto: „Arbeiten, wenn andere schlafen?! – Schichtarbeit, Nachtarbeit und die Folgen“.

Kostenlose Stress-Helpline

Bei erhöhten seelischen und körperlichen Belastungen durch den Schichtdienst kann die kostenlose Stress-Helpline 08000 – 14 28 42 ein wertvolle Hilfe sein. An jedem Donnerstag zwischen 17 und 19 Uhr stehen hier auf das Thema Stress spezialisierte Ärzte und Psychologen den Anrufern persönlich zur Verfügung.

Weitere Informationen unter www.tag-der-inneren-balance.de

Quelle:
Pressekonferenz zum Tag der inneren Balance 2018, 29. August 2018, München

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