Körperidentische Hormone für einen besseren Schlaf

Extrem belastend, aber beileibe keine Seltenheit: Etwa jede zweite Frau leidet in den Wechseljahren unter Schlafstörungen. Seit langem bekannt ist der schlaffördernde Effekt von abends eingenommenem natürlichem Progesteron, das zum Schutz der Gebärmutter von vielen Frauenärzten im Rahmen einer kombinierten Hormonersatztherapie (HRT) verordnet wird. Doch auch Östradiol kann – vor allem über die Haut angewendet – die Schlafqualität verbessern.

Sie fahren aus dem Schlaf hoch und stellen nicht selten fest: Alles ist nass. Aufstehen, Kleidung wechseln, das Bett frisch beziehen: Für manche Frauen ist das in den Wechseljahren eine Prozedur, die sich Nacht für Nacht – manchmal sogar mehrmals pro Nacht – wiederholt. Hitzewallungen und Nachtschweiß sind typische Wechseljahresbeschwerden, denn der fortschreitende Östrogenmangel bringt unter anderem das Temperaturregelzentrum des Körpers durcheinander. Die sogenannten „Hot Flushes“ dauern in der Regel etwa ein bis fünf Minuten. Im besten Falle macht sich nur ein leichtes Wärmegefühl im Körper breit, bei starker Ausprägung aber breitet sich ein plötzliches brennendes Hitzegefühl über den Oberkörper und das Gesicht aus – begleitet von Hautrötungen und heftigem Schwitzen. Klingt die „fliegende Hitze“ schließlich ab, bleiben durch den erkaltenden Schweiß auf der Hautoberfläche Kältempfinden und Schüttelfrost zurück. An Schlaf ist nach all der Aufregung meist länger nicht zu denken, der darauffolgende Tag wird nach solch schlaflosen Nächten zur Tortur.

Hormonersatztherapie lindert Hitzewallungen

Hitzewallungen und Nachtschweiß sind die Wechesljahressymptome, die Frauen meist am stärksten belasten. Die wirksamste Behandlung zur Linderung ist eine Hormonersatztherapie mit Östrogenen, mit deren Hilfe die niedrigen Hormonspiegel ausgeglichen werden. All jenen Frauen, die noch ihre Gebärmutter haben, verordnet der Frauenarzt zusätzlich eine Gestagenkomponente zum Schutz der Gebärmutterschleimhaut vor Wucherungen. Viele Experten bevorzugen aufgrund des günstigen Nutzen-Risiko-Verhältnisses die Kombination von körperidentischem bzw. bioidentischem Östradiol, das transdermal auf die Haut aufgetragen wird, und natürlichem Progesteron . Während die schlaffördernde Wirkung von Progesteron schon länger bekannt ist (1), weisen nun neuere Studienergebnisse (2) darauf hin, das auch Östradiol allein die Nachtruhe verbessert: Da nächtliche Hitzewallungen reduziert werden, hat das fast automatisch auch einen positiven Effekt auf den Schlaf. Als besonders günstig gilt transdermal angewandtes Östradiol. Der Vorteil gegenüber einer Therapie mit Tabletten: Das Östradiol wird gleichmäßig über den Tag ins Blut abgegeben, die Wirkung hält auch über Nacht an.

Mehr Informationen unter www.wechseljahre-verstehen.de

Quellen:

(1) Caufriez et al. Progesterone Prevents Sleep Disturbances and Modulates GH, TSH, and Melatonin Secretion in Post-menopausal Women. J Clin Endocrinol. 2011; 96(4): E614-23
(2) Cintron D et al. Effects of oral versus transdermal menopausal hormone treatments on self-reported sleep domains and their association with vasomotor symptoms in recently menopausal women enrolled in the Kronos Early Estrogen Prevention Study (KEEPS). Menopause 2018; 25(2): 145 – 153

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Hormonersatztherapie – die individuelle Behandlung bei Wechseljahresbeschwerden

Viele Frauen nehmen Abstand von einer Hormonersatztherapie aus Angst, sie könne die Gesundheit gefährden. Auslöser war die sogenannte WHI-Studie („Women’s Health Initiative“) aus dem Jahr 2002. Obwohl die Studienautoren bereits 2016 schwere Interpretationsfehler einräumten, hält sich das Vorurteil hartnäckig.

Statt einer individuellen Hormonersatztherapie (HRT) setzen immer noch viele Frauen auf Antidepressiva, Schlafmittel oder alternative Substanzen, deren Wirksamkeit nicht durch Studien gesichert ist. Oder sie versuchen, die Symptome mit einem gesunden Lebensstil in den Griff zu bekommen – was bei starken Wechseljahresbeschwerden selten Aussicht auf Erfolg hat.
Neuere Studienanalysen (1) und die Neubewertung der WHI-Studie (2) weisen darauf hin, dass eine frühe HRT in der Menopause nicht nur die Beschwerden effektiv behandelt, sondern sich auch günstig auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt. Inzwischen gibt es überzeugende Hinweise, dass die kombinierte HRT mit transdermalem Östradiol und natürlichem Progesteron eine sicherere Therapieoption zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen ist als die zuvor untersuchte Kombination von Östrogenen aus dem Urin trächtiger Stuten und einem synthetischen Gestagen in Form von Tabletten (3).

Trend: Maßgeschneiderte Therapie statt „Gießkannenprinzip“

Bei dieser modernen Hormonersatztherapie werden dem Körper lediglich jene Hormone zugeführt, die er selbst nicht mehr in ausreichendem Maße produziert – die Östrogene. Ging man dabei früher nach dem „Gießkannenprinzip“ vor, werden Hormone heute individuell dosiert und gezielt auf die Bedürfnisse der einzelnen Patientin abgestimmt. Frauen, die noch eine Gebärmutter haben, erhalten zusätzlich ein Gestagen wie natürliches Progesteron, das die Gebärmutterschleimhaut vor Wucherungen schützt. Der Therapie sollte immer eine gründliche Untersuchung des Frauenarztes vorausgehen. Die fachärztliche Anamnese, die Art der Hormone und die Wahl der Applikationsform minimieren Risiken und Nebenwirkungen. Beispielweise hat transdermal aufgenommenes naturidentisches Östradiol einen großen Vorteil: Da es nicht – wie Tabletten – die Leber passieren muss, bleibt das Thrombose-Risiko gering (4).

Quellen:

(1) The North American Menopause Society. The 2017 hormone therapy position statement of The North American Menopause Society. Menopause. 2017 Jul;24(7):728-753)
(2) Manson JE, et al. Menopausal hormone therapy and health outcomes during the intervention and extended poststopping phases of the Women’s Health Initiative randomized trials. JAMA. 2013;310(13):1353-68.
(3) Mueck AO. Transdermal estradiol and progesterone: The only bioidentical HRT, discussed at the NAMS 2016 annual meeting. Gynäkologische Endokrinologie. 2017;15:65-72
(4) Scarabin PY. Progestogens and venous throm-boembolism in menopausal women: an updated oral versus transdermal estrogen metaanalysis. Climacteric. 2018;21:341-5

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Neues Infoportal für Frauen

In Deutschland gab es noch nie so viele Frauen in den Wechseljahren wie heute. Dennoch werden die Beschwerden, die diese Lebensphase mit sich bringt, häufig unterschätzt oder nicht mit den hormonellen Veränderungen des Körpers assoziiert. Das neue Online Informations-Portal www.wechseljahre-verstehen.de möchte Frauen unterstützen, beraten und aufklären – über die biologischen Vorgänge während dieser Zeit, bekannte und weniger bekannte Beschwerden bis hin zu verschiedenen Therapiemöglichkeiten. Denn Wechseljahresbeschwerden muss niemand still erdulden. Eine erfolgreiche Behandlung verbessert das Lebensgefühl deutlich.

Wechseljahre erkennen und verstehen

Das neue Informationsportal beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das Thema Wechseljahre und hilft Frauen, diese Phase zu managen:

• Der Beschwerde-Navigator klärt über die vielfältigen Wechseljahressymptome und ihre Ursachen auf.
• Der Menocheck-Fragebogen dient zur optimalen Vorbereitung des Arztbesuches – einfach die 18 Fragen zu aktuellen Beschwerden und gesundheitlicher Vorgeschichte ausfüllen, ausdrucken und beim Arzt vorlegen.
• In der Rubrik Expertenrat können Frauen Fragen stellen, die von einem Experten persönlich und zeitnah beantwortet werden.
• Unter dem Punkt Therapiemöglichkeiten werden unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten erläutert – von Akupunktur bis zur modernen kombinierten Hormonersatztherapie mit transdermalem Östrogen, die als besonders risikoarm gilt (1).
• Im Passus Mein Alltag finden Frauen wichtige Tipps zu ausgewogener Ernährung, Bewegung und zur Verhütung während der Wechseljahre.

Quelle:
(1) Vinogradova Y et al. Use of hormone replacement therapy and risk of venous thromboembolism: nested case-control studies using the QResearch and CPRD databases. Nov. 2018, BMJ 2019;364:k4810

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Gesunden Herzens durch die Wechseljahre

Der Wechsel bringt meist eine Reihe von unangenehmen Beschwerden mit sich. So leiden viele Frauen unter nächtlichen Hitzewallungen, die den Schlaf stören. Das hat nicht nur unmittelbare Folgen wie Müdigkeit und eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit. Auch das Herz- und Gefäßrisiko steigt. Um möglichst gesund durch die Wechseljahre zu kommen, empfahlen Experten bei der jüngsten Jahrestagung der Deutschen Menopause Gesellschaft (DMG) einen möglichst gesunden Lebensstil – mit ausreichend Bewegung, Lebenszufriedenheit und genügend Schlaf. Auch eine Hormonersatztherapie, die zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden verordnet wird, kann demnach positive Effekte haben.

Erhöhtes Herz-Kreislaufrisiko

Mit dem Klimakterium steigt das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen bei Frauen an. Mit der rückläufigen Produktion des Sexualhormons Östrogen verringert sich dessen herz- und gefäßschützende Wirkung. Zudem begünstigt sein Fehlen eine übermäßige Fettzunahme in der Bauchregion, die ebenfalls eine Gefahr für das Herz darstellt. Da Herz-Kreislauferkrankungen als die häufigste Todesursache von Frauen nach den Wechseljahren gelten, sollte man Herz und Gefäßen in dieser Lebensphase besondere Aufmerksamkeit schenken.

Experten raten zu einem gesunden Lebensstil

Mehr noch als in jungen Jahren kommt es in und nach den Wechseljahren auf einen gesunden Lebensstil an, wie die Experten bei der DMG-Jahrestagung betonten. Herz und Kreislauf lassen sich durch regelmäßige leichte bis moderate Bewegung stärken. Auch Zufriedenheit mit dem eigenen Leben und kleine tägliche Glücksmomente wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Ganz wichtig ist zudem ausreichend Schlaf. Denn bei Frauen mit anhaltenden Schlafstörungen und einer Schlafdauer von weniger als sieben Stunden pro Nacht haben US-Wissenschaftler (1) eine vermehrte Zunahme von Ablagerungen, also Plaques, und Verdickungen der Gefäßwände von Arterien entdeckt.

Besserer Schlaf – Schutz für Herz und Gefäße

Schlafstörungen in den Wechseljahren können hormonell bedingt sein. Die Funktion des Temperaturzentrums im Gehirn gerät durch die nachlassende Östrogenproduktion in den Eierstöcken durcheinander. Infolgedessen kommt es oft sogar mehrmals pro Nacht zu Hitzewallungen und Schweißausbrüchen. Um die gestörte Thermoregulation zu normalisieren, ist eine vom Frauenarzt verordnete Hormonersatztherapie (HRT) das wirksamste Mittel. Individuell an die persönlichen gesundheitlichen Voraussetzungen der Patientin angepasst, lindert die HRT nicht nur klimakterische Beschwerden und sorgt für eine gesunde und erholsame Nachtruhe. Sie hat laut den Experten in Frankfurt auch einen stabilisierenden Effekt auf die Herz- und Gefäßgesundheit. Fällt die Entscheidung für eine HRT, ist ein frühzeitiger Beginn wichtig – nämlich in einem Alter von unter 60 Jahren, beziehungsweise nicht später als zehn Jahre nach der letzten Regelblutung. Innerhalb dieses Zeitfensters sinkt durch die Hormonbehandlung die Gesamtsterblichkeit um 30 Prozent (2), die Häufigkeit einer koronaren Herzerkrankung verringert sich um die Hälfte.

Transdermales Östrogen und natürliches Progesteron

Von Experten besonders empfohlen wird die Anwendung von Östrogen über die Haut – etwa mit einem Hormon-Dosiergel, das einmal täglich auf Schultern oder Arme aufgetragen wird. Es ist unsichtbar und gibt seinen Wirkstoff über 24 Stunden gleichmäßig in den Blutkreislauf ab. Im Gegensatz zu Tabletten belastet die transdermale Darreichungsform nicht den Leberstoffwechsel. Das Schlaganfall-Risiko wird nicht erhöht, wie eine Studie der Universität Kopenhagen mit über 980.000 Frauen (3) zeigte. Bei Frauen, die noch eine intakte Gebärmutter besitzen, sollte das transdermale Östrogen mit natürlichem Progesteron kombiniert werden. Das körperidentische Sexualhormon schützt die Gebärmutter vor übermäßigem Zellwachstum und unkontrollierten Blutungen. Bei der Kombination von transdermalem Östrogen und natürlichem Progesteron steigt das Thrombose-Risiko nicht an im Vergleich zu Östrogen-Tabletten und einigen synthetischen Gestagenen (4).

Weitere Informationen unter www.wechseljahre-verstehen.de und www.hormontherapie-wechseljahre.de

Literatur:
(1) https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/
herzinfarkt/article/931265/-wechseljahre-schlechter-schlaf-riskant-gefaesse.html
(2) Prof. Helmut Schatz: http://blog.endokrinologie.net/weibliche-hormongabe-cochrane-analyse-3227/; H.M.P. Boardman et al.: Hormone-therapy for preventing cardiovascular disease in post-menopausal women. Cochrane Database of Systematic Reviews 2015, Art. No.: CD00229. DOI: 10.1002/14651858.CD002229.pub4.)
(3) Løkkegaard E et al. Stroke. 2017;48: 2266-2269
(4) Scarabin PY, Climacteric 2018, 21:4, 341-345, DOI: 10.1080/13697137.2018.1446931

Quelle:
Symposium „Hart aber herzlich“ im Rahmen der DMG-Jahrestagung,
23. November 2018, Frankfurt/Main.
Veranstalter: DR. KADE / BESINS Pharma GmbH, Berlin

Bildquelle: 123rf/mitarart

Hormonersatztherapie 2.0

Biologisch gesehen, geschieht immer das Gleiche. Die Hormonproduktion der Eierstöcke nimmt allmählich ab. Der Östrogenspiegel schwankt, bis er nach der Menopause, der letzten Menstruation, ins Dauertief sinkt. Aber wann die Wechseljahre beginnen, wie lange sie dauern, und wie stark Beschwerden wie Hitzewallungen, Nachtschweiß, Scheidentrockenheit oder Schlafstörungen empfunden werden, ist von Frau zu Frau ganz unterschiedlich.

Ganz individuell auf die Frau zugeschnitten

Bei manchen Frauen dauern die mit der hormonellen Umstellung verbundenen Beschwerden mehrere Jahre an und greifen heftig in die Lebensqualität ein. Auch nach der letzten Regelblutung sind Frauen nicht davor gefeit. Die gute Nachricht ist jedoch, dass keine Frau sich mit Wechseljahresbeschwerden einfach abfinden muss. Denn durch eine vom Frauenarzt verordnete, an die individuellen gesundheitlichen Voraussetzungen der Patientin angepasste Behandlung lassen sich menopausale Beschwerden heute effektiv lindern und gesundheitliche Risiken minimieren.

Östradiol – am besten transdermal

Beeinträchtigen Wechseljahresbeschwerden die Lebensqualität, verschreibt der Gynäkologe häufig eine Hormonersatztherapie (HRT), zum Beispiel mit den weiblichen Sexualhormonen Östradiol und Progesteron. Viele Frauenärzte verordnen bevorzugt ein Östrogen-Gel , das mithilfe eines Spenders präzise dosiert und auf die Haut aufgetragen wird. Die transdermale Anwendung belastet gegenüber Tabletten nicht den Leberstoffwechsel. Zudem zeigte eine Studie der Universität Kopenhagen mit über 980.000 Frauen (1), dass eine HRT, die über die Haut wirkt, das Schlaganfallrisiko nicht erhöht. Tatsächlich gilt eine Kombination aus transdermalem Östradiol und mikronisiertem Progesteron zum Schutz der Gebärmutter heute bei Experten als die einzige echte, bioidentische Hormonersatztherapie (2), weil die zugeführten Hormone identisch mit den körpereigenen Botenstoffen sind.

Auch niedrig dosierte Hormone haben eine starke Wirkung

Grundsätzlich wird der Frauenarzt immer versuchen, die Dosierung des Östradiol-Gels möglichst gering zu halten, besonders bei Frauen mit Risikofaktoren wie einer erhöhten Thromboseneigung, Rauchen oder Übergewicht. Vor allem für sie bringt die Kombination aus transdermalem Gel und natürlichem mikronisierten Progesteron erhebliche Vorteile. Denn sie führt im Vergleich zu Östrogen-Tabletten oder synthetischen Gestagenen nicht zu einem erhöhten Thromboserisiko, so eine aktuelle Studie der französischen Universität Paris-Saclay (3). Und Forscher der renommierten Mayo Clinic Rochester (4) kamen zu dem Schluss, dass transdermale Hormone auch die Nachtruhe verbessern, die bei vielen Frauen in den Wechseljahren etwa durch nächtliche Schweißattacken gestört ist.

Natürliches Progesteron schützt die Gebärmutter

Frauen, die noch ihre Gebärmutter besitzen, verordnet der Arzt zusätzlich zum Östrogen auch ein Gestagen wie zum Beispiel natürliches Progesteron. Es verhindert, dass sich die Schleimhaut der Gebärmutter hormonell bedingt übermäßig aufbaut und dass es zu Wucherungen kommt. Zudem kann mikronisiertes Progesteron im Rahmen der Kombinationstherapie auch einen gesunden, erholsamen Schlaf fördern (5).

Naturmittel nicht einfach selbst testen

Ob Rhapontikrhabarber, Rotklee, Soja oder Salbei gegen Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlafstörungen – auch eine Selbstbehandlung mit Naturarzneien sollte immer mit dem Frauenarzt besprochen werden. Denn bei einigen ist die Wirkung durchaus umstritten, andere haben Nebenwirkungen. Soja etwa kann möglicherweise die Funktion der Schilddrüse stören. Auf keinen Fall aber sollten Frauen mit intakter Gebärmutter bei einer HRT-Kombination die Weichkapseln mit natürlichem Progesteron ohne Grund gegen von der Apotheke gemischte Progesteron-haltige Mittel austauschen. Bei diesen Rezepturen fehlen Studien; sie sind von keiner Arzneimittelbehörde zugelassen.

Weitere Informationen unter www.hormontherapie-wechseljahre.de und www.progesteron.de

Literatur:
(1) Løkkegaard E et al. Stroke. 2017;48: 2266-2269
(2) „Hormonersatztherapie mit transdermalem Estradiol und Progesteron: Positive Effekte erneut bestätigt”, Literaturarbeit, Medizin Report aktuell Nr. 449123 in: gynäkologie + geburtshilfe 5/2018
(3) Scarabin PY, Climacteric 2018, 21:4, 341-345, DOI: 10.1080/13697137.2018.1446931
(4) Cintron D et al. Menopause. 2018 Feb;25(2):145-153. DOI: 10.1097/GME.0000000000000971.
(5) Schüssler P et al. Psychoneuroendocrinology. 2008 Sep; 33(8): 1124-31

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Neue Progesteron-Weichkapseln erhöhen die Chancen einer Schwangerschaft

Kaum ein Wunsch ist stärker, intensiver und nachhaltiger als die Sehnsucht nach einem eigenen Kind. Viele Frauen machen sich Monat für Monat neue Hoffnungen und viele werden immer wieder bitter enttäuscht. Kein Wunder, dass verzweifelte Paare reproduktionsmedizinische Praxen und Zentren aufsuchen, um sich einer Kinderwunschbehandlung zu unterziehen. Die Chancen auf eine aussichtsreiche Schwangerschaft lassen sich jetzt mit neuen Progesteron-Weichkapseln zur vaginalen Anwendung erhöhen.

Hormon ist elementar für die Schwangerschaft

Progesteron ist nicht nur für die Entstehung, sondern auch für den Erhalt einer Schwangerschaft elementar wichtig. Es bereitet die Gebärmutterschleimhaut darauf vor, der befruchteten Eizelle optimale Bedingungen für die Einnistung zu schaffen – mit reichlich Nährstoffen und einer verstärkten Durchblutung der Gebärmutterhöhle. Progesteron vermindert aber auch Gebärmutterkontraktionen und verhindert auf diese Weise die Abstoßung des eingenisteten Embryos sowie vorzeitige Wehen.
Die Schutzwirkung des Hormons ist auch besonders entscheidend bei der Kinderwunschbehandlung, beispielsweise im Rahmen einer In-vitro-Fertilisation (IVF). Hierbei werden in den meisten Fällen die Eierstöcke durch Sexualhormone so stimuliert, dass mehrere Eizellen gleichzeitig heranreifen. Sie werden unter Narkose entnommen, mit dem männlichen Samen befruchtet und zum richtigen Zeitpunkt werden ein bis maximal drei Embryonen zurück in die Gebärmutter übertragen.

Progesteron steigert den Erfolg einer künstlichen Befruchtung

Bei der künstlichen Stimulation während einer IVF-Behandlung kommt es etwa in der Mitte der Zeitspanne zwischen Eisprung und Monatsblutung (Lutealphase) häufig zu einem rapiden Abfall des Progesterons. Um die für eine Schwangerschaft notwendigen Progesteronspiegel zu erreichen, muss die Lutealphase dann unterstützt werden. Seit jeher werden deshalb in der Lutealphase Progesteron-Präparate zur Behandlung eingesetzt.
Einen Progesteronmangel in der Lutealphase können jetzt neue verschreibungspflichtige Progesteron-Weichkapseln, die zur vaginalen Anwendung zugelassen sind, optimal ausgleichen. Sie sind ebenso wirksam wie intramuskuläre Injektionen, aber für die Patientinnen besser verträglich und angenehmer in der Anwendung. Darüber hinaus haben Studien gezeigt, dass die vaginale Applikation von Progesteron-Weichkapseln zu hohen Implantations-, Schwangerschafts- und Geburtsraten sowie vergleichsweise niedrigen Abortraten führt.
Die Weichkapseln schmelzen bei Körpertemperatur und geben das suspendierte Progesteron frei. Die empfohlene Dosierung zur Lutealphasenunterstützung ist 3×200 mg am Tag. Das Progesteron-Präparat sollte mindestens bis zur siebten und maximal bis zur 12. Schwangerschaftswoche angewendet werden. Für den individuellen Bedarf stehen zwei Packungseinheiten mit 45 oder 90 Weichkapseln zur Verfügung.

Weitere Informationen unter www.progesteron.de

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Frauenherzen profitieren von einer Hormonersatztherapie

Mehr als 15 Jahre nach der Fehlinterpretation der Women’s Health Initiative (WHI) Studie ist die Hormonersatztherapie (HRT) rehabilitiert (1). Beim Weltkongress der Internationalen Menopause Gesellschaft (IMS) in Vancouver, Kanada forderten die Experten, Wechseljahresbeschwerden mit einer individuell angepassten HRT zu behandeln und deren Vorteile für die Frauengesundheit zu nutzen. Denn wie Untersuchungen zeigten, kann eine frühzeitig durchgeführte HRT das Risiko für Herzinfarkte sowie die Gesamtsterblichkeit senken (1,2).

Weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Durch die Fehlinterpretation der Women’s Health Initiative (WHI) Studie gingen die frauenärztlichen HRT-Verordnungen stark zurück. So blieb Millionen von Frauen nicht nur eine wirksame Behandlung ihrer Wechseljahresbeschwerden vorenthalten, sondern auch der Herz- und Gefäßschutz, den eine HRT erwiesenermaßen mit sich bringt. Auch beim jüngsten Weltkongress der IMS wurden die positiven Effekte einer HRT auf die Herz- und Gefäßgesundheit deutlich gemacht. Eine Langzeitstudie (2) in Dänemark mit über 1.000 Teilnehmerinnen, bei denen, anders als bei der WHI-Studie, individuelle Risikofaktoren ausgeschlossen worden waren, zeigte: Langfristig profitierten die Frauen von der Hormonbehandlung. Nach zehn Jahren gab es in der Gruppe der mit einer HRT behandelten Frauen deutlich weniger Herzinfarkte, Herzversagen und Sterbefälle als in der Kontrollgruppe ohne HRT. Zugleich war ihr Risiko für eine Krebserkrankung, unter anderem Brustkrebs, nicht angestiegen.

Hormone niemals abrupt absetzen

Wie die Experten in Vancouver berichteten, ist für den Nutzen der HRT deren Beginn entscheidend. Die dänische Studie (2) konnte zeigen, dass sich bei einem Therapiebeginn im Alter zwischen 45 und 58 Jahren das Risiko für Herzinfarkt und Herzinsuffizienz deutlich reduzierte (2). Für ein optimales Nutzen-Risiko-Verhältnis sollte die letzte Regelblutung nicht länger als zehn Jahre zurückliegen (3). Doch kann – etwa bei anhaltenden Beschwerden – auch bei Frauen über 60 oder 65 Jahren nach eingehender Abwägung eine Fortführung der HRT individuell in Betracht gezogen werden. Wichtig im Hinblick auf die Gefäßgesundheit: Die Behandlung sollte nie abrupt abgesetzt, sondern die Hormondosis sollte langsam reduziert werden. Anderenfalls können sich Plaques von den Gefäßwänden lösen und das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhen. Zur Sicherheit wird vor Absetzen der HRT eine Gefäßuntersuchung empfohlen.

„Einzige echte bioidentische HRT“

Zudem spielt die Darreichungsform eine wesentliche Rolle für den gesundheitlichen Nutzen. Eine Beobachtungsstudie mit 980.000 Frauen zeigt, dass durch eine transdermale, also über die Haut angewendete, Hormonersatztherapie das Schlaganfallrisiko nicht erhöht wurde. Bei oraler Anwendung stieg das Risiko hingegen an (4). Auch das Thromboserisiko scheint sich durch die transdermale An-wendung nicht zu erhöhen (3). Aus diesen Gründen wurde die Kombination von transdermalem Östradiol und natürlichem Progesteron beim Weltkongress in Vancouver als besonders risikoarme HRT mehrfach erwähnt. Zudem wird sie als „einzige echte bioidentische Hormonersatztherapie“ bezeichnet, da die zugeführten Hormone identisch mit den im Körper produzierten Hormonen sind.

Warum natürliches Progesteron?

Zum Schutz der Gebärmutter vor Wucherungen muss das im Rahmen einer HRT verabreichte Östrogen mit einem Gestagen kombiniert werden. Eine neue Studie, die beim Weltkongress in Vancouver vorgestellt wurde (5), belegte die hohe Wirksamkeit und Sicherheit von natürlichem Progesteron , das aus der Yamswurzel gewonnen wird und mit dem körpereigenen Gelbkörperhormon identisch ist. Anders als synthetische Gestagene, erhöht natürliches Progesteron nach aktuellem Stand der Wissenschaft bei einer Anwendung von bis zu fünf Jahren nicht das Brustkrebsrisiko (6).

Weitere Informationen unter www.hormontherapie-wechseljahre.de und www.progesteron.de

Quelle:
16. Weltkongress der International Menopause Society (IMS), 6.-9. Juni 2018, Vancouver (Kanada)

Literatur:
(1) Manson JE et al. JAMA. 2017; 318(10):927-938.
(2) Schierbeck LL et al. BMJ 2012, 345:e6409 doi:10.1136/bmj.e6409
(3) Menopause. 2017 Jul;24(7):728-753. doi: 10.1097/GME.0000000000000921
(4) Løkkegaard E et al. Stroke. 2017;48: 2266-2269
(5) Lobo RA et al. Obstet Gynecol 2018; 132:161-170
(6) Stute P, Wildt L, Neulen J. Climacteric. 2018; 21:111-22

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Intiminfektionen besser vorbeugen

 

Sie werden oft tabuisiert und betreffen doch den Großteil der weiblichen Bevölkerung: Intiminfektionen. Etwa 20 Prozent aller Frauen erkranken mindestens einmal im Leben an einer bakteriellen Vaginose und sogar rund 75 Prozent an einer Scheidenpilzinfektion. Auch immer wiederkehrende Harnwegsinfekte machen vielen Frauen zu schaffen. Schuld ist meist ein Säureungleichgewicht der Scheidenflora. Denn werden durch hormonelle Schwankungen, geschwächte Abwehrkräfte oder Medikamenteneinnahme die in der Scheide siedelnden Milchsäurebakterien zurückgedrängt, können sie den Intimbereich nicht mehr ausreichend vor krankmachenden Keimen schützen. Bereits Kleinigkeiten können dann einen Infekt auslösen. Tipps zur Stärkung der Intimgesundheit gibt es hier.

Auf einen gesunden pH-Wert achten

Frauen mit einer verstärkten Neigung zu Scheidenpilz, bakterieller Vaginose oder Harnwegsinfekten sollten in Zeiten hormoneller Schwankungen – wie etwa kurz vor oder nach der Periode, während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie in den Wechseljahren – ein besonderes Augenmerk auf den pH-Wert ihrer Scheide legen. Denn die meisten Keime können sich nur in einem basischen Milieu vermehren und Infektionen auslösen. Zur Überprüfung des pH-Wertes gibt es Teststreifen in der Apotheke. Auch beim Frauenarzt sollte man das Thema ansprechen, da er gute Tipps zur Erhaltung der Intimgesundheit geben kann.

Monatliche Prophylaxe mit Milchsäurekur

Mit Milchsäure kann die Scheidenflora gezielt angesäuert und so der pH-Wert in den gesunden sauren Bereich gesenkt werden. Bewährt hat sich hierfür die -KadeFungin® Milchsäurekur (rezeptfrei, Apotheke). Das feuchtigkeitsspendende Gel mit pH-Wert 4,0 enthält Milchsäure, die den physiologischen pH-Wert wiederherstellt und so die Vermehrung der in der Scheide siedelnden Milchsäurebakterien fördert. Die Regenerationskur sollte an sieben aufeinanderfolgenden Tagen angewendet werden. Das Vaginalgel lässt sich mithilfe der einzeln verpackten Einmal-Applikatoren hygienisch und einfach einführen. Bei einer bekannten Neigung zu Intiminfektionen ist die monatliche Kurzzeit-Anwendung ein bewährter Prophylaxe-Tipp: Dafür zwei bis drei Tage nach der Menstruation je einen Applikator der Milchsäurekur anwenden.

Do’s und Don‘ts für eine gesunde Scheidenflora

Auch mit einigen bewussten Verhaltensmaßnahmen lässt sich die Intimgesundheit fördern. Die wichtigsten Punkte hierbei sind:
Feuchtwarmes Klima vermeiden! Denn Keime gedeihen in einem feuchtwarmen Milieu leider prächtig. Das heißt unter anderem: Wäsche aus Baumwolle bekommt der Intimgesundheit besser als Synthetikfasern, weite Hosen und Röcke sorgen für ein gesünderes Klima als hautenge Jeans, die die Luftzirkulation im Intimbereich behindern. Bei der Verwendung von Slipeinlagen ist darauf zu achten, dass diese atmungsaktiv sind. Feuchte Wäsche oder Badekleidung sollte man so rasch wie möglich wechseln. Auch Slipeinlagen, Binden und Tampons sollten regelmäßig gewechselt werden.
Keimen den Garaus machen! Handtücher und Unterwäsche bei einer akuten Infektion am besten täglich wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen, um die Heilung nicht unnötig zu verzögern.
Auf sinnvolle Körperhygiene achten! Viele Frauen übertreiben ihren Wunsch nach Reinheit und Hygiene und schaden sich damit selbst. Denn Seifen, Duschgele und Intimdeos können die Haut reizen, die Vaginalflora beeinträchtigen und so Infektionen begünstigen. Stattdessen genügt die tägliche Reinigung des äußeren Intimbereiches mit warmem Wasser oder – maximal! – einer speziellen Intimwaschlotion mit saurem pH-Wert. Auch Scheidenspülungen sind unnötig, da sich die Vagina mithilfe des natürlichen Ausflusses selbst reinigt und von unerwünschten Keimen befreit. Frauen, die ihre Bikinizone enthaaren, sollten auf Nassrasur setzen und immer eine frische Klinge benutzen. Trockenrasur und Enthaarungscremes reizen dagegen die Haut und bieten Erregern Angriffsfläche.
Nicht verkehrt herum wischen! Aufgrund der räumlichen Nähe des Scheideneinganges zum After lässt sich nicht gänzlich vermeiden, dass Darmbakterien in die Scheide gelangen. Um die Keimbelastung so gering wie möglich zu halten, sollte man nach dem Stuhlgang darauf achten, immer von vorne nach hinten zu wischen – niemals umgekehrt!
Keine Hausmittel probieren! Immer wieder hört man zum Beispiel von Joghurt-getränkten Tampons oder gar Knoblauchzehen zur Bekämpfung einer Scheidenpilzinfektion. Erfahrene Gynäkologen warnen jedoch vor solchen „Kuren“, da sie die Scheide reizen, ihren Schutzschild beeinträchtigen und die Erkrankung noch verschlimmern können.

Viele praktische Tipps für eine gesunde Scheidenflora finden sich auch unter www.kadefungin.de

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Den Wechseljahren individuell begegnen

 

Die Wechseljahre sind eine Zeit des fließenden Übergangs zu einem neuen Lebensabschnitt. Die Familienplanung ist abgeschlossen, das eigene Leben rückt wieder in den Mittelpunkt und Frauen wollen es aktiv nach ihren eigenen Vorlieben gestalten. Auch von ihrem Frauenarzt und einer Therapie wünschen sie sich deshalb ein ganz individuelles Konzept.

Die persönlichen Voraussetzungen berücksichtigen

Jede Frau ist einzigartig. Ihr Erbgut macht sie so unverwechselbar, ihre Persönlichkeit, ihre Lebensgeschichte. Aber auch die ihrer Gesundheit – mit allen Krankheiten, die sie durchgemacht hat, mit den Risiken, die ihr in die Wiege gelegt wurden oder auf das Konto ihres Lebensstils gehen. Die moderne Medizin berücksichtigt diese individuellen Voraussetzungen und Bedürfnisse jeder einzelnen Frau mehr und mehr.

Der enge Dialog mit dem Arzt wird immer wichtiger

So gehört auch die Therapie von Wechseljahresbeschwerden mit Hormonen nach dem „Gießkannenprinzip“ ein für alle Mal der Vergangenheit an. Aussage-kräftigster diagnostischer Schritt für den Frauenarzt ist das ausführliche Gespräch mit der Patientin. Gefordert ist da nicht nur seine medizinische Erfahrung, sondern auch der individuelle Blick auf die Frau. Um den persönlichen Nutzen, aber auch die Risiken einer Hormonersatztherapie (HRT) und der passenden Darreichungsform genau einschätzen zu können, erkundigt er sich zum Beispiel nach gynäkologischen Erkrankungen wie Myomen, Endometriose oder Zysten an den Eierstöcken. Auf seiner langen Frageliste stehen auch Operationen, Fehlgeburten, Brusterkrankungen (wie Mastopathie, Brustkrebs), Vorsorgeuntersuchungen und mögliche Auffälligkeiten etwa bei Mammographie, gynäkologischer Vorsorge, Darmspiegelung oder Knochendichtemessung. Der Frauenarzt erkundigt sich wegen der gesundheitlichen Risikoeinschätzung zudem nach persönlichen Gegebenheiten wie Rauchen, Alkoholkonsum, Sport, Gewichtsveränderungen etc. Auch Erkrankungen der Patientin und nahen Verwandten sind Teil des Fragenkataloges: Zum Beispiel Blutgerinnungsstörungen, Thrombose, Herzinfarkt, Schlaganfall, Leberprobleme, Osteoporose oder seelische Erkrankungen.

Hormone auf den Punkt gebracht

Die gründliche Anamnese ist essenziell für einen nachhaltigen Behandlungserfolg, fördert eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und nimmt Frauen ihre Unsicherheit im Umgang mit den Wechseljahren – laut Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GfK trifft das auf 48,2 Prozent (1) zu. Für die therapeutische Erfolgsquote spielen auch grundsätzliche, medizinisch fundierte Faktoren bei der Verordnung eine Rolle. So sollte die Hormonersatztherapie schon gleich zu Beginn von typischen Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen oder Schlafstörungen verordnet werden. Getragen wird der Therapieerfolg auch von der Dauer und Art und Weise der Anwendung. Als risikoärmere Therapieoption gilt die kombinierte Hormonersatztherapie mit transdermalem Östradiol und natürlichem mikronisierten Progesteron zur oralen Einnahme.

Gut vorbereitet zum Frauenarzt

Sie haben das Gefühl, in den Wechseljahren zu sein? Mit dieser kleinen Checkliste bereiten Sie sich perfekt auf das Gespräch mit Ihrem Frauenarzt vor:
► Notieren Sie vor dem Gespräch unbefangen Ihre Beschwerden und Fragen. Nehmen Sie sich dafür ausreichend Zeit. Es reichen auch schon Stichworte.
► Schreiben Sie vor allem auf, welche Beschwerden (etwa Hitzewallungen) Sie haben, wie stark sie sind, wann und wie oft sie am Tag auftreten.
► Machen Sie sich Notizen, wann Sie Ihre letzten Regelblutungen hatten, wie ausgeprägt sie waren, in welchem Rhythmus sie kamen etc.
► Klären Sie für sich eindeutig, ob Sie sich zukünftig völlige Blutungsfreiheit und noch eine Schwangerschaftsverhütung wünschen. Informationen für mehr Klarheit erhalten Sie über www.hormonersatztherapie-wechseljahre.de.
► Fügen Sie Ihrer Liste kurz und knapp Informationen zu Vorerkrankungen, chronischen Erkrankungen, Operationen, Medikamenten, die Sie einnehmen sowie Erkrankungen in Ihrer Familie hinzu.

Weitere Informationen unter www.hormontherapie-wechseljahre.de und www.progesteron.de

Quelle:
Symposium im Rahmen des Fortbildungskongress der Frauenärztlichen Bundesvereinigung (FOKO) 2018, 2. März 2018, Düsseldorf. Veranstalter: DR. KADE / BESINS Pharma GmbH, Berlin

Literatur:
(1) GfK-Umfrage „Wechseljahresbeschwerden“, September-Oktober 2015 unter 285 Frauen im Alter zwischen 50 und 60 Jahren im Auftrag von DR. KADE / BESINS Pharma GmbH, Berlin

Bildquelle: Schuster PR/Thinkstock/Getty/iStock

Intiminfektionen mit Laktobazillen vermeiden

Ob Männlein oder Weiblein: Erkältungsinfekte haben von November bis März Hochsaison. Doch Frauen erwischt es oft doppelt schlimm. Denn in den Wintermonaten erkranken viele an unangenehmen Intiminfektionen wie Scheidenpilz. Steht das Immunsystem auf wackeligen Beinen, macht das auch den Intimbereich anfällig für Erreger. Zudem können Antibiotika, die etwa zur Behandlung von Mandel-, Lungen- oder Blasenentzündung nötig sind, die in der Scheide siedelnden Laktobazillen zerstören und so Infektionen begünstigen. Eine Aufbau-Therapie mit Laktobazillen vom Stamm Lactobacillus plantarum l1001 (KadeFungin FloraProtect) kann die Intimgesundheit stärken.

Scheidenpilz betrifft viele Frauen

Die meisten Frauen haben es schon am eigenen Leib erfahren: Macht sich im Intimbereich eine Pilzinfektion breit, ist es mit dem Wohlbefinden schnell vorbei. Der Scheideneingang und die Schamlippen sind gerötet und geschwollen, der gesamte Genitalbereich brennt und juckt, so dass man am liebsten die Wände hochgehen möchte. Mit am schlimmsten ist für viele Betroffene der Ausfluss, der zwar geruchlos ist, jedoch mit seiner weißen, quarkähnlich krümeligen Konsistenz dafür sorgt, dass sie sich unhygienisch und unwohl fühlen.

Laktobazillen hindern Pilzsporen an der Ausbreitung

Verantwortlich für die unangenehmen Symptome, unter denen schätzungsweise drei Viertel aller Frauen (1) mindestens einmal im Leben leiden, sind Pilze wie Candida albicans und Candida glabrata. Diese kommen natürlicherweise in geringer Keimzahl im Intimbereich fast jeder Frau vor und werden von den auf der gesunden Scheidenhaut siedelnden Laktobazillen an der Vermehrung gehindert. Ist die natürlich gesunde Scheidenflora jedoch durch geschwächte Abwehrkräfte gestört und versagt der natürliche Schutzschild der Laktobazillen, beginnen die Pilzsporen rasch, sich zu vermehren und es kommt zur Infektion.

Erneuten Infektionen mit Aufbau-Therapie vorbeugen

So störend und unangenehm die Beschwerden auch sind, ist Scheidenpilz eine an sich harmlose Erkrankung. Starker Juckreiz, Brennen und Ausfluss lassen sich mithilfe einer rezeptfrei in der Apotheke erhältlichen Akut-Therapie mit dem Wirkstoff Clotrimazol (KadeFungin3) rasch aus der Welt schaffen und kehren in den allermeisten Fällen nicht so schnell wieder. Doch im Winter, wenn das Immunsystem zusätzlich durch äußere Faktoren wie Nässe und Kälte geschwächt wird und oftmals ein Infekt auf den nächsten folgt, sollten Frauen nach einer Scheidenpilzinfektion mit einer gezielten Nachbehandlung ihre Intimgesundheit stärken und so erneuten Infektionen vorbeugen.

Laktobazillen zur Wiederherstellung der Scheidenflora

Eine rezeptfrei in der Apotheke erhältliche Aufbau-Therapie (KadeFungin FloraProtect) kann die natürlich schützende Scheidenflora wieder aufbauen und das Wachstum von Hefepilzen wie Candida albicans und Candida glabrata hemmen. Die Laktobazillen vom Stamm Lactobacillus plantarum I1001 haften an der Scheidenhaut an und bilden hier eine Schutzschicht, die den krankmachen-den Keimen das Eindringen und die Ausbreitung erschwert. Der pH-Wert wird angesäuert und das vaginale Säuregleichgewicht wiederhergestellt. So stabilisiert, ist die Scheidenflora gegen erneute Infektionen besser geschützt. Wie eine klinische Studie (2) zeigte, waren 73 Prozent der Frauen vier Monate nach Anwendung von KadeFungin FloraProtect (3) im Anschluss an eine Scheidenpilzbehandlung mit Clotrimazol noch immer beschwerdefrei – doppelt so viele wie nach der alleinigen Anwendung einer Akut-Therapie.

Vorbeugende und akute Anwendung möglich

KadeFungin FloraProtect ist auch in akut entzündetem Gewebe wirksam. Weil die Laktobazillen des Stammes Lactobacillus plantarum l1001 resistent gegen Antimykotika wie Clotrimazol sind, können die Vaginaltabletten zur Nachbehandlung von Scheidenpilz auch direkt im Anschluss an die Akut-Therapie angewendet werden. Da der enthaltene Laktobazillenstamm zudem widerstandsfähig gegenüber den meisten Antibiotika ist, ist die Anwendung von KadeFungin FloraProtect als Hilfe zur Vorbeugung parallel zur Antibiotika-Therapie problemlos möglich.

Die Abwehrkräfte stärken – so gelingt es

Ein häufiger Grund für Scheidenpilzinfektionen sind geschwächte Abwehrkräfte. Deshalb lohnt sich die Immunprophylaxe nicht nur im Hinblick auf Erkältung und Co.! Wer diese Tipps beachtet, kommt gesünder durch den Winter:
► Ausreichend schlafen! Sechs bis acht Stunden pro Tag sollten es sein, damit sich das Immunsystem regenerieren kann.
► Gesund essen! Was der Körper jetzt braucht: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente. Worauf er verzichten kann: zu viel Zucker und Fertiggerichte.
► Viel trinken! Wasser, Schorle und Kräutertee in ausreichender Menge befeuchten die Schleimhäute und erschweren Erregern das Eindringen.
► Bewegen! Im Alltag die Treppe zu nehmen, zu Fuß oder mit dem Rad zu Arbeit zu fahren oder mittags spazieren zu gehen, bringt den Stoffwechsel auf Trab und das Immunsystem auf Vordermann.
► Entspannen! Yoga und autogenes Training reduzieren seelische Belastungen und wirken sich positiv auf die Abwehrkräfte aus.

Weitere Informationen unter www.kadefungin.de und www.scheidenpilz.com

Quellen:
(1) A. Kreilhuber, A. Leitner: Scheidenpilz, 2016, www.netdoktor.de
(2) Palacios S. et al.: Is it possible to prevent recurrent vulvovaginitis? The role of Lactobacillus l1001 (ECT7504) Eur J Clin Microbiol Infect Dis (2016) DOI 10.1007/s10096-016-2715-8
(3) Zweimonatige Anwendung, jeden zweiten Tag, exklusive Tage der Menstruation

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