Schlafstörungen behandeln schützt die Gesundheit

Tag der inneren Balance 2016

Selbst Menschen, die „nur unter Schlafstörungen leiden“ haben nach Angaben von Professor Dieter Riemann vom Universitätsklinikum Freiburg ein erhöhtes Risiko, später eher psychisch oder körperlich zu erkranken, als Menschen, die nicht an Schlafstörungen leiden. „Schlafstörungen sind offenbar ein Risikofaktor, der die Schwelle für Erkrankungen jedweder Art senkt“, sagt der Freiburger Psychologe und Schlafmediziner zu den Auswirkungen von Schlaflosigkeit.

Die Behandlung von Schlafstörungen dient deshalb nicht nur der Verringerung des Leidensdrucks der Betroffenen, sondern kann nach Riemanns Ansicht auch als Prävention psychischer und körperlicher Erkrankungen angesehen werden.
Dass psychische Erkrankungen mit Veränderungen des Schlafs einhergehen, ist seit langem bekannt. So haben depressive Menschen meist Probleme einzuschlafen, durchzuschlafen oder werden zu früh am Morgen wach. Zudem ist die Verteilung des REM-Schlafs und des Tiefschlafs gestört. „Häufig ist es so, dass die Störungen des Schlafs einer Depression vorangehen, während der akuten depressiven Phase besonders stark werden und nicht selten auch über die akute Depression hinaus persistieren“, erklärt Riemann.

Kognitive Verhaltenstherapie

Zur Behandlung von Menschen mit Schlafstörungen gibt es eine ganze Reihe verhaltens- und psychotherapeutischer Techniken, die sogenannte kognitive Verhaltenstherapie für Insomnien. Diese können mit großem Erfolg bei Menschen mit Schlaflosigkeit angewandt werden. „Darunter versteht man Schlafhygiene, Entspannungs- und Achtsamkeitstechniken, verhaltenstherapeutische Techniken, Stimuluskontrolle und Schlafrestriktion sowie kognitive Techniken zur Reduktion nächtlicher Grübeleien“, erläutert Riemann.

Ursachen von Schlafstörungen kausal behandeln

Für die Behandlung von Patienten, die unter anhaltenden Schlafstörungen und Schlaflosigkeit leiden, ist es wichtig die Ursachen zu erkennen, betont Professor Göran Hajak von der Sozialstiftung Bamberg, einem Lehrkrankenhaus der Universität Erlangen. Für die medikamentöse Therapie von Schlafstörungen gibt es zahlreiche Substanzen, die das Einschlafen fördern, die Schlafkontinuität erhöhen und/oder die subjektiv erlebte Schafqualität verbessern. Entscheidend ist jedoch die Tagesbefindlichkeit, erklärt Hajak. „Als Arzt sollte man den Patienten deshalb nicht fragen, „Wie haben Sie geschlafen“, sondern „Wie war Ihr Tag““ erläutert der Psychiater und Schlafforscher.
Nach Hajaks Angaben muss auch beachtet werden, dass die klassischen synthetischen Schlafmittel zu einer Muskelrelaxation führen. Das kann fatale Folgen haben: Mehr als 80 Prozent der älteren Patienten mit einem Oberschenkelhalsbruch nehmen regelmäßig ein Schlafmittel oder ein Beruhigungsmittel ein. „Insbesondere bei älteren Patienten mit Schlafstörungen sollte deshalb eher ein natürliches Mittel eingesetzt werden“, empfiehlt Hajak. Grundsätzlich sollte insbesondere die Gabe von synthetischen Schlafmitteln zeitlich begrenzt sein und nach vier Wochen vom Arzt überprüft werden.

Erholsamen Schlaf finden

Für das natürliche Arzneimittel Neurexan®, das bei vegetativen Stresssymptomen wie nervöser Unruhe und Schlafstörungen angewendet wird, besteht keine Gefahr der Abhängigkeit.  Und auch ein Hangover-Effekt muss nicht befürchtet werden. Neurexan® (rezeptfrei in der Apotheke) entspannt rasch und verhilft nachts zu einem erholsamen Schlaf.


Zum fünften Mal: Tag der inneren Balance
Der Tag der inneren Balance wurde 2012 erstmals ins Leben gerufen und findet seither jedes Jahr am 10. Oktober statt. Der Thementag will das öffentliche Bewusstsein für die gesundheitlichen Auswirkungen von Anspannung und dauerhaftem Stress schärfen. Experten aus Wissenschaft und Praxis arbeiten eng zusammen und befassen sich intensiv mit den Themenfeldern Stress, innere Unruhe und Schlafstörungen. In diesem Jahr steht der Thementag unter dem Motto: „Ich. Will. Endlich. Schlafen! – Schlaflos durch Dauerstress und Wege aus dieser Spirale“.

artikelsignatur

Print Friendly, PDF & Email