Hormonersatztherapie 2.0

Biologisch gesehen, geschieht immer das Gleiche. Die Hormonproduktion der Eierstöcke nimmt allmählich ab. Der Östrogenspiegel schwankt, bis er nach der Menopause, der letzten Menstruation, ins Dauertief sinkt. Aber wann die Wechseljahre beginnen, wie lange sie dauern, und wie stark Beschwerden wie Hitzewallungen, Nachtschweiß, Scheidentrockenheit oder Schlafstörungen empfunden werden, ist von Frau zu Frau ganz unterschiedlich.

Ganz individuell auf die Frau zugeschnitten

Bei manchen Frauen dauern die mit der hormonellen Umstellung verbundenen Beschwerden mehrere Jahre an und greifen heftig in die Lebensqualität ein. Auch nach der letzten Regelblutung sind Frauen nicht davor gefeit. Die gute Nachricht ist jedoch, dass keine Frau sich mit Wechseljahresbeschwerden einfach abfinden muss. Denn durch eine vom Frauenarzt verordnete, an die individuellen gesundheitlichen Voraussetzungen der Patientin angepasste Behandlung lassen sich menopausale Beschwerden heute effektiv lindern und gesundheitliche Risiken minimieren.

Östradiol – am besten transdermal

Beeinträchtigen Wechseljahresbeschwerden die Lebensqualität, verschreibt der Gynäkologe häufig eine Hormonersatztherapie (HRT), zum Beispiel mit den weiblichen Sexualhormonen Östradiol und Progesteron. Viele Frauenärzte verordnen bevorzugt ein Östrogen-Gel , das mithilfe eines Spenders präzise dosiert und auf die Haut aufgetragen wird. Die transdermale Anwendung belastet gegenüber Tabletten nicht den Leberstoffwechsel. Zudem zeigte eine Studie der Universität Kopenhagen mit über 980.000 Frauen (1), dass eine HRT, die über die Haut wirkt, das Schlaganfallrisiko nicht erhöht. Tatsächlich gilt eine Kombination aus transdermalem Östradiol und mikronisiertem Progesteron zum Schutz der Gebärmutter heute bei Experten als die einzige echte, bioidentische Hormonersatztherapie (2), weil die zugeführten Hormone identisch mit den körpereigenen Botenstoffen sind.

Auch niedrig dosierte Hormone haben eine starke Wirkung

Grundsätzlich wird der Frauenarzt immer versuchen, die Dosierung des Östradiol-Gels möglichst gering zu halten, besonders bei Frauen mit Risikofaktoren wie einer erhöhten Thromboseneigung, Rauchen oder Übergewicht. Vor allem für sie bringt die Kombination aus transdermalem Gel und natürlichem mikronisierten Progesteron erhebliche Vorteile. Denn sie führt im Vergleich zu Östrogen-Tabletten oder synthetischen Gestagenen nicht zu einem erhöhten Thromboserisiko, so eine aktuelle Studie der französischen Universität Paris-Saclay (3). Und Forscher der renommierten Mayo Clinic Rochester (4) kamen zu dem Schluss, dass transdermale Hormone auch die Nachtruhe verbessern, die bei vielen Frauen in den Wechseljahren etwa durch nächtliche Schweißattacken gestört ist.

Natürliches Progesteron schützt die Gebärmutter

Frauen, die noch ihre Gebärmutter besitzen, verordnet der Arzt zusätzlich zum Östrogen auch ein Gestagen wie zum Beispiel natürliches Progesteron. Es verhindert, dass sich die Schleimhaut der Gebärmutter hormonell bedingt übermäßig aufbaut und dass es zu Wucherungen kommt. Zudem kann mikronisiertes Progesteron im Rahmen der Kombinationstherapie auch einen gesunden, erholsamen Schlaf fördern (5).

Naturmittel nicht einfach selbst testen

Ob Rhapontikrhabarber, Rotklee, Soja oder Salbei gegen Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlafstörungen – auch eine Selbstbehandlung mit Naturarzneien sollte immer mit dem Frauenarzt besprochen werden. Denn bei einigen ist die Wirkung durchaus umstritten, andere haben Nebenwirkungen. Soja etwa kann möglicherweise die Funktion der Schilddrüse stören. Auf keinen Fall aber sollten Frauen mit intakter Gebärmutter bei einer HRT-Kombination die Weichkapseln mit natürlichem Progesteron ohne Grund gegen von der Apotheke gemischte Progesteron-haltige Mittel austauschen. Bei diesen Rezepturen fehlen Studien; sie sind von keiner Arzneimittelbehörde zugelassen.

Weitere Informationen unter www.hormontherapie-wechseljahre.de und www.progesteron.de

Literatur:
(1) Løkkegaard E et al. Stroke. 2017;48: 2266-2269
(2) „Hormonersatztherapie mit transdermalem Estradiol und Progesteron: Positive Effekte erneut bestätigt”, Literaturarbeit, Medizin Report aktuell Nr. 449123 in: gynäkologie + geburtshilfe 5/2018
(3) Scarabin PY, Climacteric 2018, 21:4, 341-345, DOI: 10.1080/13697137.2018.1446931
(4) Cintron D et al. Menopause. 2018 Feb;25(2):145-153. DOI: 10.1097/GME.0000000000000971.
(5) Schüssler P et al. Psychoneuroendocrinology. 2008 Sep; 33(8): 1124-31

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Erkältung im Schnelldurchlauf: Den Körper beim Gesundwerden unterstützen

Sich nie wieder mit Halsweh, Husten und Schnupfen herumzuplagen… wäre es nicht schön? Doch das bleibt ein Traum. Denn selbst, wenn es einen Impfstoff gegen die Vielzahl von Erkältungserregern gäbe, würde wohl keine Krankenkasse der Welt die Kosten für die Impfung übernehmen. Grippale Infekte sind nämlich zwar mitunter sehr hartnäckig und unangenehm, aber harmlos – und in den meisten Fällen auch nach etwa einer Woche vorbei. Unterstützt man das Immunsystem mit natürlichen Mitteln, kann man die Heilung um bis zu drei Tage beschleunigen.

Typisch Erkältung – Anzeichen für einen grippalen Infekt

Über 200 Erkältungsviren lauern und warten nur darauf, sich auf den Schleimhäuten des Menschen einnisten zu können – viel zu viele, als dass es jemals gelingen könnte, einen wirksamen Impfstoff zu entwickeln. Für Erwachsene bedeutet dies im Regelfall ein- bis zwei Erkältungen pro Jahr, Kinder erkranken aufgrund ihres noch unausgereiften Immunsystems häufiger. Anders als die Influenza, die oft Knall auf Fall plötzlich da ist, beginnen Erkältungen langsam nach einem festen Schema. Zu einem trockenen Hals und Kopfschmerzen gesellen sich Beschwerden wie eine laufende oder verstopfte Nase, Niesen, tränende Augen, Halskratzen, Heiserkeit, Husten, manchmal auch Gliederschmerzen. Die Körpertemperatur steigt auf bis zu 38°C an, man fühlt sich müde und schlapp. Weil sich ein grippaler Infekt und die echte Grippe (Influenza) jedoch in vielen Symptomen ähneln, sollte man bei Unsicherheit einen Arzt aufsuchen.

Zu Hause bleiben – für sich selbst und andere

Doch auch wenn es „nur“ ein grippaler Infekt ist: Wer zu Hause bleibt und seine Viren „für sich behält“, wird nicht nur schneller wieder gesund, sondern schützt auch andere vor Ansteckung. Weil hohe Krankenstände das öffentliche Leben und die Wirtschaft belasten, ist es falsch verstandener Fleiß, trotz Erkrankung am Arbeitsplatz zu erscheinen. Denn vor allem für kleinere Unternehmen mit wenigen Angestellten ist eine Krankmeldung zwar unangenehm, fallen mehrere Mitarbeiter aus, ist es aber oft kaum noch zu kompensieren. Kein Wunder also, wenn der Chef sauer auf „Bazillenschleudern“ im Büro reagiert! Denn in geschlossenen, oft schlecht gelüfteten Räumen haben die Erreger besonders leichtes Spiel: Sie befinden sich nicht nur in der Luft, sondern gelangen von Telefonen, Tastaturen, Smartphones, Tablets, Kugelschreibern und Türklinken auf die Schleimhäute von Nase, Mund und Augen.

Das Immunsystem natürlich unterstützen

Hat einen eine Erkältung „erwischt“, ist man ohnehin nicht richtig leistungsfähig. Der Organismus ist schließlich voll und ganz mit der Bekämpfung der Er-reger beschäftigt. Um schneller wieder fit zu werden und an den Arbeitsplatz zurückkehren zu können, sollte man ihn dabei aktiv unterstützen.
Wie eine Studie gezeigt hat, klingen durch die Anwendung des natürlichen Arzneimittels Gripp-Heel® Erkältungsbeschwerden bis zu drei Tage schneller ab (1). Die natürlichen Inhaltsstoffe wirken symptomlindernd bei Fieber, Glieder-schmerzen, Entzündungen der Atemwege und aktivieren das Immunsystem (2). Da keine Wechselwirkungen bekannt sind, kann es gleichzeitig mit anderen Medikamenten, wie Antibiotika, angewendet werden. Gripp-Heel® ist für Kinder ab sechs Jahren und Erwachsene sowie auch für Patienten mit hohem Blut-druck oder für Diabetiker geeignet.

Viel Schlaf und die Schleimhäute pflegen

Neben viel Ruhe und ausreichendem Trinken, sollte man den angegriffenen Schleimhäuten von Nase, Hals und Bronchien besondere Aufmerksamkeit schenken. Gurgeln und Inhalieren mit isotonischer Kochsalzlösung haben sich bewährt, um die Erregerlast auf den Schleimhäuten zu reduzieren. Wasserschälchen oder feuchte Handtücher auf der Heizung sorgen für ein angenehmeres Raumklima, beruhigen die gereizten Schleimhäute und erleichtern das Atmen. Vorsicht: Frische Luft ist zwar gesund – doch bei Minusgraden genügen einige Atemzüge am offenen Fenster. Denn bei kalter, trockener Winterluft schaden lange Spaziergänge den Schleimhäuten oft mehr als sie nützen.

Viele weitere Informationen gibt es im Internet unter www.grippheel.de

Quellen:
(1) Roeska K, Seilheimer B (2010): Antiviral activity of Engystol and Gripp-Heel: an in-vitro assessment. Journal of Immune Based Therapies and Vaccines 8: 6
(2) Rabe A (2003): Symptomatische Behandlung akuter grippaler Infekte – Homöopathikum und konventionelle Therapie im Vergleich. Allgemeinarzt 25 (20): 1522-1523

Bildquelle: Thx/Getty/CentralITAlliance

Weniger ist mehr beim Lauftraining im Winter

Leidenschaftliche Läufer denken gar nicht daran, ihre Laufschuhe in den kalten Wintermonaten an den Nagel zu hängen. Dagegen ist, sofern man gesund ist, auch überhaupt nichts einzuwenden. Denn gerade im Winter kann Bewegung an der frischen Luft die Abwehrkräfte stärken. Allerdings verlangt eisige Kälte dem Körper einiges ab und so kommt es im Winter viel weniger auf regelmäßiges Trainieren an als vor allem auf ein gesundes Maß. Wer vom Laufen in der kalten Jahreszeit profitieren will, sollte es mit dem Training nicht übertreiben.

Verletzungen und Infekte vermeiden

Laufen im Winter ist, mit einem Wort: anders. Nicht nur, weil man besonders auf eine wintertaugliche Ausrüstung achten muss, sondern auch weil man anders als im Frühling und Sommer trainieren sollte. Das gilt nicht nur für ambitionierte Läufer, die an Wettkämpfen teilnehmen, sondern auch für Gesundheitsläufer und Laufanfänger. Das umfangreiche Trainingspensum, das man in der warmen Jahreszeit absolviert, ist im Winter tabu. Die Devise lautet: Weniger ist mehr.

Alternativ trainieren, neue Impulse setzen

Läufern, die den ganzen Sommer fleißig trainiert haben, wird von vielen Experten zu Beginn der Wintersaison eine Regenerationsphase empfohlen. Das Laufpensum beträgt dann nur noch 20 bis 30 Prozent. Nicht etwa, um dem süßen Nichts-tun auf dem gemütlichen Sofa zu frönen, sondern um in dieser Zeit den Fokus auf alternative Sportarten zur Kräftigung und Stabilisation zu legen. Für Abwechslung im Trainingsplan sorgen etwa Schwimmen, Klettern, Skaten, Wandern, Skilanglauf, Schneeschuhtouren, Spinning oder Rudern. Selbst ein Spaziergang mit flottem Schritt kann in dieser Phase eine Laufeinheit ersetzen!

Den Winter nutzen, um ökonomischer zu laufen

Danach sollten vor allem lange Läufe im sogenannten aeroben Bereich auf dem Programm stehen. Das bedeutet konkret: Joggen ohne außer Atem zu kommen und ohne die Muskulatur nennenswert zu ermüden. So gewöhnen sich die lang-sam kontrahierenden „Slow twitch“-Muskelfasern daran, immer langsamer zu ermatten und ökonomischer zu arbeiten. Der Sauerstofftransport und auch die Energiebereitstellung im Körper werden verbessert. Ideale Voraussetzungen also, um im Frühjahr zu Hochform aufzulaufen! Wem lange, ruhige Läufe auf Dauer zu langweilig werden, der kann mit Bergauf-Läufen für Abwechslung sorgen. Auch das „Fahrtspiel“, bei dem man auf nur kurzen Abschnitten das Tempo nach Gut-dünken variiert, bringt frischen Wind in den Laufalltag.

Richtig atmen, wenn die Luft vor Kälte „klirrt“

Ausgesprochene Tempoläufe sollte man sich im Winter besser sparen – oder auf das Laufband im warmen Fitnessstudio verlegen. Denn zu intensive Anstrengung ist bei Kälte zum Beispiel für die Atemwege ungesund. Je kälter die Luft, desto stärker werden Schleimhäute, Bronchien und Lunge gereizt. Besonders beim tiefen Einatmen kühlt die Lunge stark aus. Schon der leichte Schmerz beim Einatmen, den viele Läufer kennen, ist ein Alarmsignal. Dann besser das Lauftempo drosseln und flacher atmen. Auch ein Schal vor Mund und Nase kann die Atemwege schonen und so die Atmung erleichtern. Wichtig zu wissen: Bei Temperaturen unter minus 15 Grad kann der Körper die Atemluft nicht ausreichend erwärmen, bis sie die Lunge erreicht.

Warum die Beweglichkeit bei Kälte beeinträchtigt ist

Bei arktischen Temperaturen sollte man deshalb besser auf das Laufen verzichten – auch mit Blick auf die Herzgesundheit. Denn bei Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen. Um die lebenswichtigen Organe trotzdem optimal zu durch-bluten, muss das Herz Schwerstarbeit leisten. Deshalb werden, um Energie ein-zusparen, die äußeren Hautschichten und die Extremitäten weniger durchblutet. Kalte Hände und Füße sind jedoch nicht nur unangenehm, sondern die geringere Durchblutung macht auch den Gelenken zu schaffen. Die Gelenkknorpel werden dadurch schlechter versorgt, man ist unbeweglicher und hat ein höheres Verletzungsrisiko.

Bei Verletzungen richtig handeln

Treten beim Training Schmerzen auf, etwa infolge von Umknicken oder Überbelastung, heißt es erst einmal pausieren – und zwar so lange, bis die Beschwerden vollständig abgeklungen sind. Um Schwellungen und Blutergüsse einzudämmen, haben sich natürliche Arzneimittel wie Traumeel® – etwa in Form eines Salbenverbandes – bewährt. Es enthält 14 bewährte Inhaltsstoffe wie Arnika (Arnica montana), Zaubernuss (Hamamelis), Ringelblume (Calendula), Beinwell (Symphytum) und Sonnenhut (Echinacea). Die verschiedenen Komponenten ergänzen sich und fördern an unterschiedlichen Punkten des Heilungsverlaufes die rasche Beschwerdelinderung. Die Einnahme von Traumeel® als Tabletten kann den Effekt zusätzlich unterstützen. Beide Präparate sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

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Neue Progesteron-Weichkapseln erhöhen die Chancen einer Schwangerschaft

Kaum ein Wunsch ist stärker, intensiver und nachhaltiger als die Sehnsucht nach einem eigenen Kind. Viele Frauen machen sich Monat für Monat neue Hoffnungen und viele werden immer wieder bitter enttäuscht. Kein Wunder, dass verzweifelte Paare reproduktionsmedizinische Praxen und Zentren aufsuchen, um sich einer Kinderwunschbehandlung zu unterziehen. Die Chancen auf eine aussichtsreiche Schwangerschaft lassen sich jetzt mit neuen Progesteron-Weichkapseln zur vaginalen Anwendung erhöhen.

Hormon ist elementar für die Schwangerschaft

Progesteron ist nicht nur für die Entstehung, sondern auch für den Erhalt einer Schwangerschaft elementar wichtig. Es bereitet die Gebärmutterschleimhaut darauf vor, der befruchteten Eizelle optimale Bedingungen für die Einnistung zu schaffen – mit reichlich Nährstoffen und einer verstärkten Durchblutung der Gebärmutterhöhle. Progesteron vermindert aber auch Gebärmutterkontraktionen und verhindert auf diese Weise die Abstoßung des eingenisteten Embryos sowie vorzeitige Wehen.
Die Schutzwirkung des Hormons ist auch besonders entscheidend bei der Kinderwunschbehandlung, beispielsweise im Rahmen einer In-vitro-Fertilisation (IVF). Hierbei werden in den meisten Fällen die Eierstöcke durch Sexualhormone so stimuliert, dass mehrere Eizellen gleichzeitig heranreifen. Sie werden unter Narkose entnommen, mit dem männlichen Samen befruchtet und zum richtigen Zeitpunkt werden ein bis maximal drei Embryonen zurück in die Gebärmutter übertragen.

Progesteron steigert den Erfolg einer künstlichen Befruchtung

Bei der künstlichen Stimulation während einer IVF-Behandlung kommt es etwa in der Mitte der Zeitspanne zwischen Eisprung und Monatsblutung (Lutealphase) häufig zu einem rapiden Abfall des Progesterons. Um die für eine Schwangerschaft notwendigen Progesteronspiegel zu erreichen, muss die Lutealphase dann unterstützt werden. Seit jeher werden deshalb in der Lutealphase Progesteron-Präparate zur Behandlung eingesetzt.
Einen Progesteronmangel in der Lutealphase können jetzt neue verschreibungspflichtige Progesteron-Weichkapseln, die zur vaginalen Anwendung zugelassen sind, optimal ausgleichen. Sie sind ebenso wirksam wie intramuskuläre Injektionen, aber für die Patientinnen besser verträglich und angenehmer in der Anwendung. Darüber hinaus haben Studien gezeigt, dass die vaginale Applikation von Progesteron-Weichkapseln zu hohen Implantations-, Schwangerschafts- und Geburtsraten sowie vergleichsweise niedrigen Abortraten führt.
Die Weichkapseln schmelzen bei Körpertemperatur und geben das suspendierte Progesteron frei. Die empfohlene Dosierung zur Lutealphasenunterstützung ist 3×200 mg am Tag. Das Progesteron-Präparat sollte mindestens bis zur siebten und maximal bis zur 12. Schwangerschaftswoche angewendet werden. Für den individuellen Bedarf stehen zwei Packungseinheiten mit 45 oder 90 Weichkapseln zur Verfügung.

Weitere Informationen unter www.progesteron.de

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Tag der inneren Balance 2018: Folgen von Schichtarbeit besser bewältigen

Derzeit arbeitet jeder Sechste in Schicht oder schichtnahen Diensten, die auch der allgemeinen Bevölkerung zugutekommen. Ohne Schichtarbeit wären viele Waren nicht produzierbar, Pflege-, Dienst- und Sicherheitsleistungen nicht denkbar. Schichtarbeitende Menschen leisten daher einen unschätzbaren Beitrag für unser aller tägliches Wohl. Schichtarbeit und Wechseldienste bringen aber vielfach die innere Uhr aus dem Takt. Schlafstörungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen können die Folge sein.

Zahlreiche Studien zeigen, dass bei Schichtarbeit psychosomatische Beschwer-den, körperliche Erkrankungen und psychische Störungen häufiger auftreten. Auch ein Zusammenhang zwischen Schichtdienst und Magen-Darm-Erkrankungen, Bluthochdruck, einem erhöhten Cholesterinspiegel sowie der Entstehung von Diabetes ist belegt, so Professor Dr. med. Göran Hajak, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie an der Sozialstiftung Bamberg bei der Pressekonferenz anlässlich des bundesweiten Tags des inneren Balance 2018 in München. Jede Art von Schichtarbeit hat auch spezifische Auswirkungen auf den Schlaf, betont der Schlafforscher Dr. phil. Dipl.-Psych. Hans-Günter Weeß, Leiter des Schlafzentrums am Pfalzklinikum in Klingenmünster. So leiden nach einer aktuellen Studie der Techniker Krankenkasse 40 Prozent aller Schichtarbeiter an schlechtem Schlaf. Die Schlafdauer ist nach Nachtschichten am geringsten, der Schlaf zeigt mehr Unterbrechungen und weniger Tiefschlafphasen. Andererseits ist der Schlaf bei Frühschichten oft zu kurz, oberflächlich und wenig erholsam, so Weeß.

Das „Schlafkonto“ wieder auffüllen

Um den Folgen von Nacht-, Spät- und Frühschichten etwas gegenzusteuern, sollte man sein Schlafdefizit bereits vor Arbeitsantritt minimieren. Englische Wissenschaftler empfehlen deshalb am Morgen vor einer Nachtschicht ohne Wecker auszuschlafen und am Nachmittag – am besten zwischen 14 und 18 Uhr – ein kleines Nickerchen von 60 bis 90 Minuten zu halten. Dadurch vermindert sich die Schläfrigkeit während der Nachtschicht, fanden die Forscher in einer Studie (1) heraus. Generell kann Schlafhygiene zu einer besseren Qualität des Schlafs beitragen. Dazu zählen eine dunkle und ruhige Umgebung zum Schlafen nach der Schicht, ein kühler Raum, feste Rituale vor dem Zubettgehen sowie die Vermeidung von Koffein oder Nikotin. Die Einnahme von synthetischen Schlafmitteln ist hingegen nach Angaben der Wissenschaftler nicht empfehlenswert. Um nach einer Serie von Nachtschichten das „Schlafkonto“ wieder aufzufüllen, wird empfohlen, nach Schichtende zunächst 90 oder 180 Minuten zu schlafen, dann in den normalen Tagesablauf überzugehen und am Abend wieder den gewohnten Schlafrhythmus aufzunehmen.

Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigen

Führende deutsche Arbeitsmediziner raten bei der Gestaltung von Schichtplänen auch Erkenntnisse aus der Arbeitsmedizin, der Chronobiologie und der Arbeitswissenschaft stärker zu berücksichtigen. So weiß man inzwischen, dass Früh-schichten für Spättypen („Nachteulen“) besonders belastend sind, während Früh-typen („Lerchen“) mit Spätschichten schlecht zurechtkommen. Generell empfehlen Arbeitsmediziner, dass nach einer Nachtschichtphase eine möglichst lange Ruhephase folgen sollte. Sie sollte auf keinen Fall weniger als 24 Stunden betragen. „Studien zeigen, dass im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsvorsorge Verhaltensinterventionen und Präventionsprogramme positive Effekte auf den Schlaf, die Wachheit und Schichtakzeptanz haben können“, erklärte Weeß.

Stresslevel entscheidet über den Schlaf

Das Stresshormon Cortisol spielt für die Regulation des Schlafes ebenfalls eine wichtige Rolle. So ist bei Menschen mit normalem Arbeitsrhythmus, die nachts schlecht schlafen, der Cortisolspiegel im Speichel bereits ab dem Nachmittag erhöht. „Der Stresslevel am frühen Abend ist daher entscheidend für den Nachtschlaf“, erläuterte Hajak. In einer Studie konnte gezeigt werden, dass das natürliche Arzneimittel Neurexan® den Cortisolspiegel senkt, die Entspannung fördert und die Schlaf-dauer verlängert. Im Gegensatz zu synthetischen Schlafmitteln, die zudem das Abhängigkeitsrisiko und die Gefahr eines Hangovers erhöhen, beeinträchtigt das natürliche Arzneimittel nicht die Konzentrationsfähigkeit und Fahrtüchtigkeit.

Zum siebten Mal: Tag der inneren Balance

Der Tag der inneren Balance wurde 2012 erstmals ins Leben gerufen und findet jedes Jahr am 10. Oktober statt. Der Thementag will das öffentliche Bewusstsein für die gesundheitlichen Auswirkungen von Anspannung, Stress und Schlafstörungen schärfen. Experten aus Wissenschaft und Praxis arbeiten eng zusammen und befassen sich intensiv mit diesen Themenfeldern. In diesem Jahr steht der Thementag unter dem Motto: „Arbeiten, wenn andere schlafen?! – Schichtarbeit, Nachtarbeit und die Folgen“.

Kostenlose Stress-Helpline

Bei erhöhten seelischen und körperlichen Belastungen durch den Schichtdienst kann die kostenlose Stress-Helpline 08000 – 14 28 42 ein wertvolle Hilfe sein. An jedem Donnerstag zwischen 17 und 19 Uhr stehen hier auf das Thema Stress spezialisierte Ärzte und Psychologen den Anrufern persönlich zur Verfügung.

Weitere Informationen gibt es unter www.tag-der-inneren-balance.de

Quelle:
Pressekonferenz zum Tag der inneren Balance, 29. August 2018, München

Literatur:
(1) McKenna H, Wilkes M: Optimising sleep for night shifts. BMJ 2018; 360:j5637

Bildquelle:
Thinkstock/Getty/Charlotta Ulrikh

Tag der inneren Balance 2018: Arbeiten, wenn andere schlafen!?

In unserem Organismus tickt eine innere Uhr, die die Phasen von Wachsein und Schlafen reguliert. In diesen biologischen Rhythmus greift Schichtarbeit ein und bewirkt einen ständigen Wechsel der inneren Uhr. Das belastet den Organismus erheblich. Zahlreiche Studien zeigen, dass bei Schichtarbeit psychosomatische Beschwerden, körperliche Erkrankungen und psychische Störungen häufiger auftreten. Ein Zusammenhang zwischen Schichtdienst und Magen-Darm-Erkrankungen, Bluthochdruck, einem erhöhten Cholesterinspiegel sowie der Entstehung von Diabetes ist belegt.

Schichtarbeit stört die innere Uhr und belastet die Gesundheit

Nach einer aktuellen Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung arbeitet jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland außerhalb der „normalen“ Zeiten von 7 bis 19 Uhr. 13 Prozent aller Arbeitnehmer müssen sich mit wechselnden Schichten arrangieren, also mit Früh- und Spätschichten, oft auch mit der Nachtschicht.
Schon länger wird vermutet, dass die Störung des Tag-Nacht-Rhythmus durch Schicht- und Nachtarbeit mit der Entstehung von Krebs zusammenhängen könnte. So haben erst vor kurzem US-Forscher bei der Analyse von 34 Studien herausgefunden, dass Männer, die regelmäßig Nachtschichten haben, häufiger an Prostatakrebs erkranken. Wenn Schlafstörungen hinzukommen, verstärkt sich der negative Einfluss von Nachtschichten.

24 Stunden Ruhe nach der Nachtschicht

Zwar sind die Zusammenhänge wissenschaftlich noch nicht eindeutig belegt. Doch führende deutsche Arbeitsmediziner raten dazu, bei der Gestaltung von Schichtplänen Erkenntnisse aus der Arbeitsmedizin, der Chronobiologie und der Arbeitswissenschaft stärker zu berücksichtigen. So weiß man inzwischen, dass Frühschichten für Spättypen („Eulen“) besonders belastend sind, während Frühtypen („Lerchen“) mit Spätschichten schlecht zurechtkommen. Generell empfehlen Arbeitsmediziner, dass nach einer Nachtschichtphase eine möglichst lange Ruhephase folgen sollte. Sie sollte keinesfalls weniger als 24 Stunden betragen.

Schichtarbeit bringt den biologischen Rhythmus durcheinander

Weil der Schlaf von einer inneren Uhr abhängt, können Nacht- und Wechsel-schichten nach Angaben von Professor Dr. med. Göran Hajak, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie an der Sozialstiftung Bamberg, zu einer kompletten Verschiebung der zirkadianen Rhythmik und zu Schlafdefiziten und Schlafstörungen führen. Für die Behandlung von Patienten, die unter anhaltenden Schlafstörungen und Schlaflosigkeit leiden, ist es deshalb wichtig, die Ursachen zu erkennen, betonte Hajak bei der Pressekonferenz an-lässlich des bundesweiten Tags der inneren Balance 2018 in München.

Stresslevel entscheidet über den Schlaf

Eine wichtige Rolle bei der Schlafregulation spielt das Stresshormon Cortisol. So ist bei Menschen mit normalem Arbeitsrhythmus, die unter Schlafstörungen leiden, der Cortisolspiegel im Speichel bereits ab dem Nachmittag erhöht. „Der Stresslevel am frühen Abend ist daher entscheidend für den Nachtschlaf“, so Hajak. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass das natürliche Arzneimittel Neurexan® den Cortisolspiegel senkt, die Entspannung fördert und die Schlafdauer verlängert. Der Organismus erhält so die Chance, seinen eigenen Rhythmus zu finden und einen gesunden Schlaf zu generieren, so der Wissenschaftler.

Chemische Mittel sind keine Option

Bei Schlafstörungen und Schlaflosigkeit, unter denen viele Schichtarbeiter leiden, sind synthetische Schlafmittel ohnehin keine Wahl. Auf Dauer erhöht sich die Abhängigkeitsgefahr und es kommt bei vielen Präparaten zu einem Hangover-Effekt. Man fühlt sich nach dem Aufwachen noch einige Zeit benommen und schläfrig. Ein natürliches Arzneimittel wie Neurexan® kann dagegen helfen, entspannter zu werden und leichter in einen erholsamen Schlaf zu finden. Ein weiterer großer Vorteil: Nimmt man das natürliche Präparat auch schon ein paar Stunden vor der gewünschten Schlafphase, hat es keine negativen Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit und Fahrtüchtigkeit.

Zum siebten Mal: Tag der inneren Balance

Der Tag der inneren Balance wurde 2012 erstmals ins Leben gerufen und findet jedes Jahr am 10. Oktober statt. Der Thementag will das öffentliche Bewusst-sein für die gesundheitlichen Auswirkungen von Anspannung, Stress und Schlafstörungen schärfen. Experten aus Wissenschaft und Praxis arbeiten eng zusammen und befassen sich intensiv mit diesen Themenfeldern. In diesem Jahr steht der Thementag unter dem Motto: „Arbeiten, wenn andere schlafen?! – Schichtarbeit, Nachtarbeit und die Folgen“.

Kostenlose Stress-Helpline

Bei erhöhten seelischen und körperlichen Belastungen durch den Schichtdienst kann die kostenlose Stress-Helpline 08000 – 14 28 42 ein wertvolle Hilfe sein. An jedem Donnerstag zwischen 17 und 19 Uhr stehen hier auf das Thema Stress spezialisierte Ärzte und Psychologen den Anrufern persönlich zur Verfügung.

Weitere Informationen unter www.tag-der-inneren-balance.de

Quelle:
Pressekonferenz zum Tag der inneren Balance 2018, 29. August 2018, München

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Frauenherzen profitieren von einer Hormonersatztherapie

Mehr als 15 Jahre nach der Fehlinterpretation der Women’s Health Initiative (WHI) Studie ist die Hormonersatztherapie (HRT) rehabilitiert (1). Beim Weltkongress der Internationalen Menopause Gesellschaft (IMS) in Vancouver, Kanada forderten die Experten, Wechseljahresbeschwerden mit einer individuell angepassten HRT zu behandeln und deren Vorteile für die Frauengesundheit zu nutzen. Denn wie Untersuchungen zeigten, kann eine frühzeitig durchgeführte HRT das Risiko für Herzinfarkte sowie die Gesamtsterblichkeit senken (1,2).

Weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Durch die Fehlinterpretation der Women’s Health Initiative (WHI) Studie gingen die frauenärztlichen HRT-Verordnungen stark zurück. So blieb Millionen von Frauen nicht nur eine wirksame Behandlung ihrer Wechseljahresbeschwerden vorenthalten, sondern auch der Herz- und Gefäßschutz, den eine HRT erwiesenermaßen mit sich bringt. Auch beim jüngsten Weltkongress der IMS wurden die positiven Effekte einer HRT auf die Herz- und Gefäßgesundheit deutlich gemacht. Eine Langzeitstudie (2) in Dänemark mit über 1.000 Teilnehmerinnen, bei denen, anders als bei der WHI-Studie, individuelle Risikofaktoren ausgeschlossen worden waren, zeigte: Langfristig profitierten die Frauen von der Hormonbehandlung. Nach zehn Jahren gab es in der Gruppe der mit einer HRT behandelten Frauen deutlich weniger Herzinfarkte, Herzversagen und Sterbefälle als in der Kontrollgruppe ohne HRT. Zugleich war ihr Risiko für eine Krebserkrankung, unter anderem Brustkrebs, nicht angestiegen.

Hormone niemals abrupt absetzen

Wie die Experten in Vancouver berichteten, ist für den Nutzen der HRT deren Beginn entscheidend. Die dänische Studie (2) konnte zeigen, dass sich bei einem Therapiebeginn im Alter zwischen 45 und 58 Jahren das Risiko für Herzinfarkt und Herzinsuffizienz deutlich reduzierte (2). Für ein optimales Nutzen-Risiko-Verhältnis sollte die letzte Regelblutung nicht länger als zehn Jahre zurückliegen (3). Doch kann – etwa bei anhaltenden Beschwerden – auch bei Frauen über 60 oder 65 Jahren nach eingehender Abwägung eine Fortführung der HRT individuell in Betracht gezogen werden. Wichtig im Hinblick auf die Gefäßgesundheit: Die Behandlung sollte nie abrupt abgesetzt, sondern die Hormondosis sollte langsam reduziert werden. Anderenfalls können sich Plaques von den Gefäßwänden lösen und das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhen. Zur Sicherheit wird vor Absetzen der HRT eine Gefäßuntersuchung empfohlen.

„Einzige echte bioidentische HRT“

Zudem spielt die Darreichungsform eine wesentliche Rolle für den gesundheitlichen Nutzen. Eine Beobachtungsstudie mit 980.000 Frauen zeigt, dass durch eine transdermale, also über die Haut angewendete, Hormonersatztherapie das Schlaganfallrisiko nicht erhöht wurde. Bei oraler Anwendung stieg das Risiko hingegen an (4). Auch das Thromboserisiko scheint sich durch die transdermale An-wendung nicht zu erhöhen (3). Aus diesen Gründen wurde die Kombination von transdermalem Östradiol und natürlichem Progesteron beim Weltkongress in Vancouver als besonders risikoarme HRT mehrfach erwähnt. Zudem wird sie als „einzige echte bioidentische Hormonersatztherapie“ bezeichnet, da die zugeführten Hormone identisch mit den im Körper produzierten Hormonen sind.

Warum natürliches Progesteron?

Zum Schutz der Gebärmutter vor Wucherungen muss das im Rahmen einer HRT verabreichte Östrogen mit einem Gestagen kombiniert werden. Eine neue Studie, die beim Weltkongress in Vancouver vorgestellt wurde (5), belegte die hohe Wirksamkeit und Sicherheit von natürlichem Progesteron , das aus der Yamswurzel gewonnen wird und mit dem körpereigenen Gelbkörperhormon identisch ist. Anders als synthetische Gestagene, erhöht natürliches Progesteron nach aktuellem Stand der Wissenschaft bei einer Anwendung von bis zu fünf Jahren nicht das Brustkrebsrisiko (6).

Weitere Informationen unter www.hormontherapie-wechseljahre.de und www.progesteron.de

Quelle:
16. Weltkongress der International Menopause Society (IMS), 6.-9. Juni 2018, Vancouver (Kanada)

Literatur:
(1) Manson JE et al. JAMA. 2017; 318(10):927-938.
(2) Schierbeck LL et al. BMJ 2012, 345:e6409 doi:10.1136/bmj.e6409
(3) Menopause. 2017 Jul;24(7):728-753. doi: 10.1097/GME.0000000000000921
(4) Løkkegaard E et al. Stroke. 2017;48: 2266-2269
(5) Lobo RA et al. Obstet Gynecol 2018; 132:161-170
(6) Stute P, Wildt L, Neulen J. Climacteric. 2018; 21:111-22

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Testosteron feuert die Libido wieder an

Werbung, Kinofilme oder Musik-Videos kommen heute kaum noch ohne erotische Bilder, Versprechungen und Fantasien aus, zeichnen ein hoch erotisiertes Bild der Gesellschaft. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Neueste Studien belegen: Bei vielen Frauen und Männern spielt das sexuelle Verlangen keine so große oder nur eine untergeordnete Rolle. Dahinter steckt auch bei Männern eine breite Palette an Ursachen – von Krankheiten, seelischen Belastungen und Stress bis hin zu einem Testosteronmangel.

Wenn die Lust auf Liebe schwindet

Manchmal fehlt die Lust auf Sex oder sie ist einfach nur schwach ausgeprägt. Noch vor zwei bis drei Jahrzehnten war die gängige, jetzt veraltete Bezeichnung dafür Frigidität, unter der angeblich vor allem Frauen litten. Heute wissen Sexualmediziner und Psychologen aber, dass ein solcher Libidoverlust (Libido lat.: = Begehren, Begierde, Trieb) beide Geschlechter betrifft. Eine aktuelle Studie der Universität Southampton (1) etwa belegt, dass zwar 34 Prozent der Frauen zwischen 18 und 59 Jahren kein oder wenig Interesse an Sexualität haben. Aber: Auch 15 Prozent der Männer besitzen eine nicht oder nur sehr schwach ausgeprägte Libido. Das sexuelle Phänomen tritt überraschend früh und ausgeprägt zwischen dem 35. und 44. Lebensjahr auf. Aber auch vorher und danach wird mangelndes Begehren für 10 bis 20 Prozent der Männer zum Problem (2). Für ihre Partnerschaft kann dies zu einer enormen Belastung werden, denn eine erfüllte Sexualität ist für eine glückliche Beziehung genauso wichtig wie finanzielle Sicherheit oder gleiche Interessen.

Wann Mann den Testosteron-Status checken lassen sollte

Die Libido ist bei jedem Menschen anders ausgeprägt. Gesteuert wird der individuelle Lustrhythmus durch die Psyche und die körpereigenen Sexualhormone. Von einer Störung sprechen Sexualwissenschaftler immer dann, wenn der Betroffene über mehrere Wochen darunter leidet. Als Ursache können beim männlichen Geschlecht zum Beispiel die Nebenwirkungen von Medikamenten, etwa Antidepressiva oder blutdrucksenkende Mittel, dahinterstecken. Aber auch zu viel Alkohol und Stress können, zusammen mit der natürlicherweise mit den Jahren nachlassenden Bildung des Sexualhormons Testosteron, Auslöser für die fehlende Sinneslust sein. Frühe Warnzeichen für einen zu niedrigen Hormonspiegel sind unter anderem nachlassende Muskelkraft, Schwitzen, Haarverlust, Müdigkeit, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen. Diese Signale werden jedoch oft ignoriert oder auf zu viel Stress geschoben. Besser ist es, stattdessen einen Urolo-gen oder Andrologen aufzusuchen. Denn fast jeder Zwölfte (3) weist ein deutliches Testosterondefizit auf  (Hypogonadismus). Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Libido, sondern kann auch der Gesundheit schaden.

Moderne Medizin kann hormonellen Mangel ausgleichen

Weil ein nachgewiesener Testosteronmangel beispielsweise die Knochendichte vermindern oder das Risiko für das gefährliche metabolische Syndrom mit Übergewicht, Bluthochdruck, gestörtem Fettstoffwechsel und Diabetes erhöhen kann, hält die moderne Medizin Therapieoptionen bereit. So kann das hormonelle Defizit etwa durch die äußerliche Anwendung eines Testosteron-Gels ausgeglichen werden. Das Gel wird mithilfe eines Pumpspenders bedarfsgerecht präzise dosiert und auf die Haut von Schultern oder Oberarmen aufgetragen. Die Hautzellen speichern den Wirkstoff und geben ihn gleichmäßig über 24 Stunden in den Blutkreislauf ab. So wird der Testosteronspiegel schon nach kurzer Zeit wieder auf ein normales, physiologisches Niveau angehoben. Männer profitieren von einem individuellen Hormonausgleich nicht nur durch eine zunehmende Libido, verbesserte Erektionsfähigkeit und positivere Stimmung. Auch ihre Gesundheit wird positiv beeinflusst. So werden die Organe mit mehr Sauerstoff versorgt, Körperkraft und Muskelmasse nehmen zu und Übergewicht, vor allem am Bauch, kann leichter abgebaut werden.

Weitere Informationen und einen Testosteronmangel-Selbsttest gibt es im Internet unter www.mannvital.de

Quellen:
(1) National Survey of Sexual Attitudes and Lifestyles (Natsal-3), University College London, Lon-don School of Hygiene & Tropical Medicine, NatCen Social Research.
(2) Brotto, L. A. (2010). The DSM diagnostic criteria for hypoactive sexual desire disorder in men. Journal of Sex Medicine, 7, 2015-2030. doi: 10.1111/j.1743-6109.2010.01860.
(3) 20.000er-Testosteronstudie der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e.V. Online unter: https://mann-und-gesundheit.com/downloads?view=document&id=132:deutsche-testosteron-studie-auf-weltniveau&catid=15:download. Letzter Zugriff: 03.07.2018.

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Sicher und aktiv im Alltag

Vor allem viele ältere Menschen haben ein, im unglücklichsten Wortsinn, „bewegtes Leben“. Denn immer wieder dreht sich urplötzlich alles und der Boden schwankt. Die Wahrscheinlichkeit für Schwindelattacken steigt mit den Jahren. Doch es gibt auch eine gute Nachricht. Denn je nach Art und Ursache, lassen sich die Beschwerden oft gut behandeln. So etwa Dreh- und Schwankschwindel infolge von Funktionsstörungen der Gleichgewichtsorgane im Innenohr: Mithilfe regelmäßiger Übungen, auch in Kombination mit einem gut verträglichen natürlichen Arzneimittel, kann die sogenannte zentrale Kompensation gefördert werden und das Gehirn wieder eine Regulierung des Gleichgewichts lernen.

Wie das Gehirn wieder Gleichgewicht lernt

Dauerdrehschwindel (zum Beispiel durch Neuritis vestibularis) und Schwankschwindel mit Unsicherheit beim Gehen, besonders im Dunkeln und auf unebenem Grund (etwa bei bilateraler Vestibulopathie) gehören zu den häufigen Schwindelformen. Nach Angaben der überregionalen Spezialambulanz des Deutschen Schwindel- und Gleichgewichtszentrums des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München machen sie zusammen mehr als 15 Prozent der Schwindeldiagnosen aus. (1) Beide Schwindelarten gehen auf Störungen oder Funktionsverlust der Gleichgewichtsorgane im Innenohr zurück – beiden gemeinsam ist, dass neben der medikamentösen Therapie ein regelmäßiges Gleichgewichtstraining die Beschwerden verbessern kann.

Experten warnen vor Vermeidungstaktik

Während viele betroffene Patienten von sich aus durch das Schwindelgeschehen und den damit einhergehenden momentanen Kontrollverlust stark verunsichert sind, oft unter großer Sturzangst leiden und deshalb eine Vermeidungshaltung einnehmen, warnen Experten ausdrücklich vor dem Rückzug in die körperliche Passivität. Denn Bewegungsmangel verschlechtert nicht nur die Durchblutung und begünstigt so Schwindel, sondern verstärkt auch das im Alter ohnehin schon problematische Nachlassen von Koordination und Muskelkraft. So verschlimmern sich durch körperliche Untätigkeit die Beschwer-den, das Sturzrisiko wird erhöht und die Gesundheit leidet. Stattdessen sollte man sich lieber bewusst in Bewegung setzen.

Wie Schwindelgefühle entstehen

Vereinfacht gesagt, ist Schwindel eine Scheinwahrnehmung. Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr, die Augen und die Muskelrezeptoren leiten Informationen über die räumliche Lage des Körpers an das Gehirn weiter. Bei einer Schwindelattacke nimmt man eine Drehung oder ein Schwanken des eigenen Körpers oder der Umgebung wahr, das aber in Wirklichkeit gar nicht stattfindet. Ist das Gleichgewichtsorgan in seiner Funktion beeinträchtigt, kann das Gehirn die widersprüchlichen Informationen nicht zu einem stimmigen Bild verarbeiten und es kommt zu Schwindel.

Zauberwort: Zentrale Kompensation

Die gute Nachricht: Das Gehirn kann lernen, sich an widersprüchliche Informationen aus dem Gleichgewichtssystem anzupassen. Dies wird als „zentrale Kompensation“ bezeichnet. Mit gezielten Übungen kann man das Gehirn so schulen, dass es besser mit Schwindel umgehen kann. Bewährt hat sich hierfür ein regelmäßiges Gleichgewichtstraining, das im Internet kostenfrei unter www.schluss-mit-schwindel.de zum Herunterladen zur Verfügung steht. Neun Übungen im Liegen, Sitzen und Stehen sind sowohl als Schritt-für-Schritt-Videoanleitungen als auch in Form eines anschaulichen Übungsposters erhältlich. Das tägliche Training sollte in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Es kann zu Hause durchgeführt werden und bei regelmäßigem Üben zu neuer Stabilität und Lebensqualität verhelfen.

Schwindel mit natürlichen Mitteln behandeln

Bei der ergänzenden medikamentösen Therapie ist nicht nur auf die Verträglichkeit in Kombination mit anderen Arzneimitteln zu achten, sondern auch darauf, dass die zentrale Kompensation nicht beeinträchtigt wird. Mit Vertigoheel® (rezeptfrei, Apotheke) steht ein natürliches Arzneimittel zur Behandlung von Schwindel jeder Art zur Verfügung, das als einziges natürliches Präparat in der hausärztlichen Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM) aufgeführt ist. Während herkömmliche Schwindelmedikamente mit chemischen Wirkstoffen wie Dimenhydrinat und Cinnarizin, die zentrale Kompensation dämpfen, bleibt diese mit Vertigoheel® voll erhalten. Die gleich gute Wirksamkeit der Wirkstoffkombination mit Auszügen aus Indischen Kokkelskörnern (Anamirta cocculus), Geflecktem Schierling (Conium maculatum), Grauem Amber (Ambra grisea) und Steinöl (Petroleum rectificatum) ist in zahlreichen Studien belegt.

Quellen:
(1) Diagnosen bei 17.718 Patienten; online unter:
http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Deutsches-Schwindelzentrum-IFB-LMU/de/Patienten/Informationen_zu_Schwindel_und_Gleichgewicht/Diagnose/index.hhtm, 15.06.2018

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Mit zwölf Top-Tipps total entspannt trotz Multitasking

Telefonieren, navigieren, recherchieren, mailen… Wir schaffen es zwar spielend leicht, Kaffeetrinken und Zeitunglesen unter einen Hut zu bringen, auch Joggen und Musikhören. Aber immer dann, wenn wir bei mehreren komplexen Aufgaben gleichzeitig reagieren und entscheiden müssen, schaltet unser Gehirn im Millisekundenbereich ständig hin und her – das klappt nicht ohne Reibungsverluste.

Überforderung gar nicht erst entstehen lassen

Unter Multitasking leiden deshalb mehr Arbeitnehmer (66 Prozent) als unter großem Termin- und Leistungsdruck (60 Prozent) (1). Die ständige Informationsüberflutung fördert chronischen Stress durch die übermäßige Ausschüttung der Hormone Adrenalin und Cortisol – mit gesundheitlichen Folgen wie Überforderung, Gereiztheit, Nervosität, Schlafstörungen und Erschöpfung. Die Arbeitswissenschaft stuft Multitasking deshalb bereits als eine psychische Belastung (2) ein. Damit aus der Herausforderung in Job und Privatleben erst gar keine Überforderung entsteht, hier zwölf wirkungsvolle Tipps:

To-Do-Listen schreiben: Abends eine Liste für den nächsten Tag mit allen Tätigkeiten, Aufgaben und Terminen erstellen und nach Wichtigkeit ordnen. Konzentrationsarbeiten auf den Vormittag legen, wenn man munter und ausgeruht ist. Für jeden Punkt ein wenig mehr Zeit einplanen als eigentlich nötig.
E-Mails bündeln: Suchen Sie sich ein Zeitfenster, etwa 9 bis 9.30 Uhr, in dem Sie alle Mails bearbeiten. Empfangsordner für verschiedene Dringlichkeitsstufen, Absender, Inhalte oder Betreff-Stichworte einrichten. Und den Spamfilter scharf stellen.
Ein „Nicht-Stören-Schild“ an die Tür hängen oder auf den Schreibtisch stellen, wenn Sie mal absolute Ruhe zum Arbeiten brauchen und sich nur auf eine Sache konzentrieren wollen.
Notizzettel schreiben: Bei Arbeitsunterbrechungen schnell Zettel als Erinnerungshilfe schreiben. Dann können Sie leichter und entspannter wieder in die alte Aufgabe einsteigen.
Abwechslung einplanen: Immer wieder einfachere Tätigkeiten wie Kopieren, Aufräumen oder Kaffeeholen einschieben. Das entspannt das Gehirn.
Social Media Guide: Surfen in Social Media pro Tag fest begrenzen, zum Beispiel auf 60 Minuten zwischen 19 und 20 Uhr. Kontakte ausschließlich über den PC, nicht über das Handy laufen lassen.
Real statt virtuell: Statt in Facebook & Co. zu surfen, jeden Tag ein kleines, reales Abenteuer erleben: ein neues Café entdecken, Vögel beobachten, mit Freundinnen telefonieren oder die Stadt erkunden, statt Handy-Games zu spielen eine Runde joggen. Jedes positive persönliche Erlebnis senkt die Angst etwas zu verpassen („FOMO“ – Fear of Missing Out).
Neue Handy-Richtlinien: Zeiten einrichten, in denen man offline ist, etwa ab 21 Uhr. Zeiten nach und nach erweitern. Sprechen Sie dies mit der Familie ab. Das Schlafzimmer sollte zur Handy- und Tablet-freien Zone werden.
Nutzen Sie Entspannungstechniken: Autogenes Training, Achtsamkeits-Meditationen, progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder Atemübungen bauen Multitaskingstress ab. Tipp für eine Atemübung: Aufrecht hinsetzen. Rücken, obere Schulterpartie entspannen. Augen auf einen schräg unten vor Ihnen liegenden Punkt im Raum fixieren. Drei Minuten nur über die Nase fünf Sekunden einatmen, zwei Sekunden Luft anhalten, fünf Sekunden ausatmen, zwei Sekunden Pause. Insgesamt drei Minuten.
Ruhe wirkt Wunder: Suchen Sie jeden Tag für mindestens fünf Minuten einen Raum auf, der wirklich still ist und Hintergrundgeräusche ausblendet.
Eine entspannende Wirkstoffkombination: Das natürliche Arzneimittel Neurexan® (rezeptfrei, Apotheke) aus Passionsblume (Passiflora incarnata), Hafer (Avena sativa), Kaffee in homöopathischer Dosierung (Coffea arabica) und Kristallen eines Wirkstoffes aus der Baldrianwurzel (Zincum valerianicum) senkt den Stressspiegel nachweislich (3). Es beruhigt und entspannt, macht nicht benommen und kann deshalb schon tagsüber bei akutem Stress eingenommen werden. Es beeinträchtigt nicht die Fahrtauglichkeit und Konzentrationsfähigkeit. Am späten Nachmittag oder am frühen Abend eingenommen, fördert es das natürliche Einschlafen, ganz im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Schlafmitteln.
Duft-Therapie: Lavendel-, Jasmin- oder Rosendüfte wirken über das olfaktorische Riechsystem direkt auf die Gehirnregionen ein, die für die Verarbeitung von Gefühlen zuständig sind.

Weitere Informationen unter www.entspannung-und-beruhigung.de

Quellen:
(1) Weißbecker-Klaus: „Multitasking und Auswirkungen auf die Fehlerverarbeitung. Psychophy-siologische Untersuchung zur Analyse von Informationsverarbeitungsprozessen“, 1. Auflage, Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2014.
(2) www.bgm-ag.ch/files/bgm-ag/wissen/teamentwicklung/checklisten/bitte-nicht-stoeren.pdf
(3) Doering B et al: Effects of Neurexan in an experimental acute stress setting – An explorative double-blind study in healthy volunteers. Life Sciences.

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