Hormonersatztherapie – die individuelle Behandlung bei Wechseljahresbeschwerden

Viele Frauen nehmen Abstand von einer Hormonersatztherapie aus Angst, sie könne die Gesundheit gefährden. Auslöser war die sogenannte WHI-Studie („Women’s Health Initiative“) aus dem Jahr 2002. Obwohl die Studienautoren bereits 2016 schwere Interpretationsfehler einräumten, hält sich das Vorurteil hartnäckig.

Statt einer individuellen Hormonersatztherapie (HRT) setzen immer noch viele Frauen auf Antidepressiva, Schlafmittel oder alternative Substanzen, deren Wirksamkeit nicht durch Studien gesichert ist. Oder sie versuchen, die Symptome mit einem gesunden Lebensstil in den Griff zu bekommen – was bei starken Wechseljahresbeschwerden selten Aussicht auf Erfolg hat.
Neuere Studienanalysen (1) und die Neubewertung der WHI-Studie (2) weisen darauf hin, dass eine frühe HRT in der Menopause nicht nur die Beschwerden effektiv behandelt, sondern sich auch günstig auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt. Inzwischen gibt es überzeugende Hinweise, dass die kombinierte HRT mit transdermalem Östradiol und natürlichem Progesteron eine sicherere Therapieoption zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen ist als die zuvor untersuchte Kombination von Östrogenen aus dem Urin trächtiger Stuten und einem synthetischen Gestagen in Form von Tabletten (3).

Trend: Maßgeschneiderte Therapie statt „Gießkannenprinzip“

Bei dieser modernen Hormonersatztherapie werden dem Körper lediglich jene Hormone zugeführt, die er selbst nicht mehr in ausreichendem Maße produziert – die Östrogene. Ging man dabei früher nach dem „Gießkannenprinzip“ vor, werden Hormone heute individuell dosiert und gezielt auf die Bedürfnisse der einzelnen Patientin abgestimmt. Frauen, die noch eine Gebärmutter haben, erhalten zusätzlich ein Gestagen wie natürliches Progesteron, das die Gebärmutterschleimhaut vor Wucherungen schützt. Der Therapie sollte immer eine gründliche Untersuchung des Frauenarztes vorausgehen. Die fachärztliche Anamnese, die Art der Hormone und die Wahl der Applikationsform minimieren Risiken und Nebenwirkungen. Beispielweise hat transdermal aufgenommenes naturidentisches Östradiol einen großen Vorteil: Da es nicht – wie Tabletten – die Leber passieren muss, bleibt das Thrombose-Risiko gering (4).

Quellen:

(1) The North American Menopause Society. The 2017 hormone therapy position statement of The North American Menopause Society. Menopause. 2017 Jul;24(7):728-753)
(2) Manson JE, et al. Menopausal hormone therapy and health outcomes during the intervention and extended poststopping phases of the Women’s Health Initiative randomized trials. JAMA. 2013;310(13):1353-68.
(3) Mueck AO. Transdermal estradiol and progesterone: The only bioidentical HRT, discussed at the NAMS 2016 annual meeting. Gynäkologische Endokrinologie. 2017;15:65-72
(4) Scarabin PY. Progestogens and venous throm-boembolism in menopausal women: an updated oral versus transdermal estrogen metaanalysis. Climacteric. 2018;21:341-5

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Neues Infoportal für Frauen

In Deutschland gab es noch nie so viele Frauen in den Wechseljahren wie heute. Dennoch werden die Beschwerden, die diese Lebensphase mit sich bringt, häufig unterschätzt oder nicht mit den hormonellen Veränderungen des Körpers assoziiert. Das neue Online Informations-Portal www.wechseljahre-verstehen.de möchte Frauen unterstützen, beraten und aufklären – über die biologischen Vorgänge während dieser Zeit, bekannte und weniger bekannte Beschwerden bis hin zu verschiedenen Therapiemöglichkeiten. Denn Wechseljahresbeschwerden muss niemand still erdulden. Eine erfolgreiche Behandlung verbessert das Lebensgefühl deutlich.

Wechseljahre erkennen und verstehen

Das neue Informationsportal beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das Thema Wechseljahre und hilft Frauen, diese Phase zu managen:

• Der Beschwerde-Navigator klärt über die vielfältigen Wechseljahressymptome und ihre Ursachen auf.
• Der Menocheck-Fragebogen dient zur optimalen Vorbereitung des Arztbesuches – einfach die 18 Fragen zu aktuellen Beschwerden und gesundheitlicher Vorgeschichte ausfüllen, ausdrucken und beim Arzt vorlegen.
• In der Rubrik Expertenrat können Frauen Fragen stellen, die von einem Experten persönlich und zeitnah beantwortet werden.
• Unter dem Punkt Therapiemöglichkeiten werden unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten erläutert – von Akupunktur bis zur modernen kombinierten Hormonersatztherapie mit transdermalem Östrogen, die als besonders risikoarm gilt (1).
• Im Passus Mein Alltag finden Frauen wichtige Tipps zu ausgewogener Ernährung, Bewegung und zur Verhütung während der Wechseljahre.

Quelle:
(1) Vinogradova Y et al. Use of hormone replacement therapy and risk of venous thromboembolism: nested case-control studies using the QResearch and CPRD databases. Nov. 2018, BMJ 2019;364:k4810

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Bei Diabetes Testosteronwerte im Blick behalten

Wenn bei Männern der Bauch über die Maßen wächst, sinkt häufig der Spiegel ihres Sexualhormons Testosteron. Und das kann ernstzunehmende Folgen für die Gesundheit haben. So steigt vor allem das Risiko für Diabetes Typ 2 und das metabolische Syndrom mit Übergewicht in der Bauchregion, erhöhten Blutfett-, Blutzucker- und Blutdruckwerten deutlich an.

Hormonausgleich kann vor ernsten Folgen schützen

Tatsächlich leiden mehreren Studien zufolge bis zu 50 Prozent aller männlichen Typ-2-Diabetiker unter einem Testosteronmangel (1, 2), weil ihre Hoden nur unzureichende Mengen an Testosteron produzieren. Oft bleiben solche hormonellen Störungen zunächst unbemerkt. Wachsam werden sollten Männer, wenn sich ein Bauch vom Apfeltyp entwickelt, der Body-Mass-Index über 25 klettert und der Bauchumfang über 94 cm misst. Denn das viszerale Fett, allgemein als Bauchfett bekannt, geht oft mit einer erhöhten Insulinresistenz der Zellen einher. Diese stellt eine Vorstufe des Diabetes Typ 2 dar und ist häufig mit einem Testosteronmangel assoziiert (3).

Gemäß den Ergebnissen der „20.000er-Testosteronstudie“ leidet fast jeder zwölfte deutsche Mann zwischen 18 und 100 Jahren unter einem erheblichen Testosteronmangel. Bei nahezu jedem Vierten liegt ein mehr oder minder schwerer Testosteronmangel vor (4). Zudem litten die Männer mit erniedrigten Testosteronwerten viel häufiger an einem Diabetes als jene Männer mit Testosteronwerten im Normalbereich – das Risiko für die Entwicklung eines Diabetes war um 68 Prozent erhöht (5).

Darüber hinaus haben Diabetiker im Schnitt ein um sechs bis acht Prozent höheres Sterberisiko als Nicht-Diabetiker (6). Liegt zusätzlich ein unbehandelter Testosteronmangel vor, ist die Sterblichkeit noch höher (7). Deshalb sollten insbesondere Männer mit Diabetes Typ 2 oder viszeralem Übergewicht ihren Testosteronspiegel vom Arzt bestimmen lassen.

Testosteronmangel individuell und präzise ausgleichen
Ob ein Testosteronausgleich medizinisch notwendig ist, bestimmen Urologen oder Andrologen mithilfe eines Bluttests. Ein Testosteronmangel kann einfach und schnell mithilfe eines Testosteronpräparates, beispielsweise einem Testosteron-Gel ausgeglichen werden. Es wird großflächig auf Schultern oder Oberarmen aufgetragen und sorgt dafür, dass 24 Stunden lang gleichmäßig Testosteron in den Blutkreislauf abgegeben wird, ohne die Leber zu belasten. Ein Pumpspender ermöglicht eine präzise und individuelle Dosierung.

Mehr Informationen und einen Testosteron-Selbsttest gibt es unter www.mannvital.de

Quellen:
(1) Rao PM et al. Nat Rev Endocrinol 2013; 9: 479–493
(2) Hackett G et al. Clinical Practice 2016; 70: 244-253
(3) Ebrahimi F, Christ-Crain M. Swiss Med Wkly. 2016; 146:w14283
(4) www.mann-und-gesundheit.com/dgmg-in-den-medien/pressemitteilungen?view=document&id=132:deutsche-testosteron-studie-auf-weltniveau&catid=26:pressemitteilungen; letzter Abruf am 26.02.2019
(5) Rao PM et al. Nat Rev Endocrinol 2013; 9: 479–493
(6) www.mann-und-gesundheit.com/aktuelles/118-diabetiker-leiden-haeufig-an-einem-testosteronmangel; letzter Abruf am 26.02.2019
(7) Muraleedharan V et al. Eur J Endocrinol. 2013;169(6):725-33

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Rasante „Rallye“ statt Kopfkino

Nachtruhe ist ein paradoxer Begriff. Denn von Ruhe kann nicht die Rede sein. Gehirn, Immunsystem und Körperzellen sind während des Schlafens hochaktiv – beschäftigt mit Prozessen wie Eiweißsynthese, Zellregeneration und Neubildung von Gehirnzellen. Während sich Körper und Geist stufenweise erholen, wacht man auch immer wieder auf. Das kann vor allem für Menschen mit einem angespannten Nervenkostüm zum Problem werden.

So funktioniert gesunder Schlaf

Der menschliche Schlaf gleicht einer „Rallye“ durch fünf verschiedene Schlafstadien, die sich jede Nacht in vier bis sieben Zyklen von je etwa 90 Minuten wiederholen (1). Als besonders wichtig für die körperliche Erholung gilt der Tiefschlaf, der vor allem in der ersten Nachthälfte stattfindet. Durch die Ausschüttung von Wachstumshormon finden wichtige Reparaturprozesse auf Zellebene statt. Die emotionale Verarbeitung der Eindrücke des Tages erfolgt dagegen im Traum, dem sogenannten REM-Schlaf. Dieser ist wichtig für die Gedächtnisbildung und das Lernen. Der Begriff REM („Rapid Eye Movement“) leitet sich von den schnellen Augenbewegungen ab, die Aufschluss über die extrem hohe Gehirnaktivität geben. Die Motorik ist in diesem Schlafstadium hingegen nahezu ausgeschaltet. Auch Wach-Phasen gehören zum menschlichen Schlaf. Die sogenannten Arousals treten mit zunehmendem Alter immer häufiger auf. Je nach Alter, sind 15 bis 25 kurze Arousals von etwa drei Sekunden bzw. bis zu 20 längere Weckreaktionen im Verlauf einer Nacht normal und gesund. Meist bekommt man davon gar nichts mit und schläft sofort wieder ein.

Traumhaft leicht (zurück) in den Schlaf finden

Doch was, wenn nicht? Wenn man aufwacht und einfach nicht wieder einschlafen kann? Wenn sich statt des dringend benötigten Schlafes grüblerische Gedanken breitmachen und man von schlimmen nächtlichen Sorgen gequält wird? Abhilfe kann das natürliche Arzneimittel Neurexan® schaffen. Eine wissenschaftliche Studie (2) zeigte: Spätnachmittags oder abends angewendet, senkt die rezeptfreie Wirkstoffkombination mit Passionsblume (Passiflora incarnata), Hafer (Avena sativa), Kaffee in homöopathischer Dosierung (Coffea arabica) und Kristallen eines Wirkstoffes aus der Baldrianwurzel (Zincum isovalerianicum) den Cortisolspiegel im Blut und damit das Stressempfinden. Ruhig und entspannt fällt der Übergang vom Wachstadium in den Schlaf leichter. Neurexan® ist in der Apotheke erhältlich und kann vom Arzt auf dem grünen Rezept verordnet werden. Anders als herkömmliche Schlafmittel macht es nicht benommen und verursacht keinen Hangover am nächsten Morgen.

Quellen:
(1) Weeß HG. Die schlaflose Gesellschaft, 2016
(2) Doering B et al: Life Sci. 2016 Feb 1;146:139-47

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Schwindel? Nicht mit mir!

Februar 2019 ¬– Schwindel tritt mit den Jahren immer häufiger auf und bringt das Leben gehörig durcheinander. Etwa 50 bis 60 Prozent der Bundesbürger über 75 Jahren sind nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin davon betroffen (1). Es handelt sich dabei um eine nicht-repräsentative Zahl mit einer hohen Dunkelziffer. Denn vor allem viele ältere Menschen verdrängen Schwindelprobleme – und schaden damit nur sich selbst.

Mehr Stabilität und Lebensqualität im Alter

Schwindelbeschwerden sollte man nicht als normale Alterserscheinung hinnehmen. Denn unternimmt man nicht rechtzeitig etwas dagegen, kann das schlimme Folgen haben. Besonders für körperlich gebrechliche Menschen ist Schwindel fatal und bedroht massiv die Selbständigkeit. Das Problem zu ignorieren, kann zum Bumerang werden: Denn Dauerschwindel führt bei der Hälfte der Patienten innerhalb eines Jahres zum Sturz (2) und manchmal sogar zur Pflegebedürftigkeit. Das sollte niemand riskieren! Aktiv gegen Schwindel vorzugehen, ist der bessere Weg. Die erste Anlaufstelle für Betroffene und ihre Angehörigen ist der Hausarzt. Er kann ernste organische Erkrankungen als Schwindelursache aus-schließen und eine geeignete Therapie einleiten. So lässt sich Schwindel meist rasch lindern und der Gleichgewichtssinn stärken.

Schwindeltherapie – aber wie?
Vor allem für Menschen, die aufgrund verschiedener Erkrankungen mehrere Medikamente einnehmen müssen, ist Vertigoheel® das Mittel der Wahl. Das natürliche Multikomponenten-Präparat weist keine unerwünschten Wechselwirkungen auf. Es ist als einziges natürliches Arzneimittel in der hausärztlichen Leitlinie (1) zur Behandlung von Schwindel aufgeführt. Verschiedenen Studien zufolge kann es die Anzahl, Dauer und Stärke von Schwindelanfällen senken und so die Stabiliät und Lebensqualität verbessern. Der Arzt verordnet Vertigoheel® auf dem grünen Rezept, die Kosten werden von einer Reihe von Krankenkassen als freiwillige Satzungsleistung erstattet. Viele Ärzte empfehlen zudem regelmäßige „Schwindelübungen“ zur Schulung des Gleichgewichtssinnes.

Information und kostenlose Hilfe
Video-Übungsanleitungen und ein Übungsposter zum Download gibt es kostenlos im Internet unter www.schluss-mit-schwindel.de. Das Portal bietet zudem viele weitere Informationen zur den verschieden Formen und Therapiemöglichkeiten bei Schwindel.

Quellen:
(1) DEGAM-Leitlinie Nr. 17 „Akuter Schwindel in der Hausarztpraxis“
(2) Lin HW et al. Laryngoscope 2014; 124:2797-2801

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Im Alltag die Muskeln spielen lassen

Der Bundesverband Deutscher Internisten (BDI) warnt vor den Folgen altersbedingten Muskelabbaus, der etwa ab dem 30. Lebensjahr einsetzt: „Unternimmt man nichts dagegen, gehen so rund 30 bis 50 Prozent der Muskelmasse bis zum 80. Lebensjahr schleichend verloren.“ (1) Eine schwache Muskulatur infolge von Bewegungsmangel und einseitiger Belastung bereitet jedoch meist nicht erst im hohen Alter, sondern schon viel früher Probleme. Vieles spricht dafür, mit gezieltem Training vorzubeugen: Eine belastbare Muskulatur bessert nicht nur die Haltung und das Gleichgewicht. Die sportliche Aktivität wirkt sich auch auf den Stoffwechsel aus und kann beispielsweise einer Diabetes-Erkrankung vorbeugen (2).

Dysbalancen und Überlastung vermeiden

Neben einem hausärztlichen und gegebenenfalls orthopädischen
Check-up spielt vor allem die Wahl einer geeigneten Sportart eine wichtige Rolle. Denn um langfristig „dran“ zu bleiben, muss Sport vor allem auch Spaß machen. Sowohl Sportvereine als auch Fitnessstudios, aber auch Volkshochschulen bieten meist eine breite Palette verschiedener klassischer und Trendsportarten. Wichtig ist es, alle Muskelgruppen zu mobilisieren – am besten unter Anleitung eines Trainers. Das muskuläre Zusammenspiel im menschlichen Körper folgt dem sogenannten Gegenspieler-Prinzip. Werden nicht alle Muskeln im gleichen Maße trainiert, steigt die Wahrscheinlichkeit von muskulären Dysbalancen und Fehlhaltungen, aber auch von Überlastungsbeschwerden und Verletzungen.

Bewährte Hilfe bei Muskelschmerzen

Um keine Schäden zu riskieren, sollte man bei Schmerz sofort reagieren: Das PECH-Schema Pause, Eis, Compression und Hochlagerung wirkt am besten in Kombination mit einem Salbenverband – etwa mit dem natürlichen Arzneimittel Traumeel® (rezeptfrei, Apotheke). 14 natürliche Inhaltsstoffe wie Arnika (Arnica), Zaubernuss (Hamamelis), Ringelblume (Calendula), Beinwell (Symphytum) und Sonnenhut (Echinacea) setzen an unterschiedlichen Punkten des Heilungsverlaufes an und regulieren die Entzün-dung. Der Heilungsprozess wird so beschleunigt. Traumeel® Tabletten können den heilungsfördernden Effekt zusätzlich verstärken. Bleiben die Schmerzen über längere Zeit bestehen, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Quellen:
(1) https://www.internisten-im-netz.de/aktuelle-meldungen/aktuell/altersbedingter-muskelabbau-wird-oft-unterschaetzt.html, letzter Zugriff: 4. Januar 2019
(2) https://www.diabetesstiftung.de/11-tipps-zur-praevention, letzter Zugriff: 4. Januar 2019

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Gesunden Herzens durch die Wechseljahre

Der Wechsel bringt meist eine Reihe von unangenehmen Beschwerden mit sich. So leiden viele Frauen unter nächtlichen Hitzewallungen, die den Schlaf stören. Das hat nicht nur unmittelbare Folgen wie Müdigkeit und eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit. Auch das Herz- und Gefäßrisiko steigt. Um möglichst gesund durch die Wechseljahre zu kommen, empfahlen Experten bei der jüngsten Jahrestagung der Deutschen Menopause Gesellschaft (DMG) einen möglichst gesunden Lebensstil – mit ausreichend Bewegung, Lebenszufriedenheit und genügend Schlaf. Auch eine Hormonersatztherapie, die zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden verordnet wird, kann demnach positive Effekte haben.

Erhöhtes Herz-Kreislaufrisiko

Mit dem Klimakterium steigt das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen bei Frauen an. Mit der rückläufigen Produktion des Sexualhormons Östrogen verringert sich dessen herz- und gefäßschützende Wirkung. Zudem begünstigt sein Fehlen eine übermäßige Fettzunahme in der Bauchregion, die ebenfalls eine Gefahr für das Herz darstellt. Da Herz-Kreislauferkrankungen als die häufigste Todesursache von Frauen nach den Wechseljahren gelten, sollte man Herz und Gefäßen in dieser Lebensphase besondere Aufmerksamkeit schenken.

Experten raten zu einem gesunden Lebensstil

Mehr noch als in jungen Jahren kommt es in und nach den Wechseljahren auf einen gesunden Lebensstil an, wie die Experten bei der DMG-Jahrestagung betonten. Herz und Kreislauf lassen sich durch regelmäßige leichte bis moderate Bewegung stärken. Auch Zufriedenheit mit dem eigenen Leben und kleine tägliche Glücksmomente wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Ganz wichtig ist zudem ausreichend Schlaf. Denn bei Frauen mit anhaltenden Schlafstörungen und einer Schlafdauer von weniger als sieben Stunden pro Nacht haben US-Wissenschaftler (1) eine vermehrte Zunahme von Ablagerungen, also Plaques, und Verdickungen der Gefäßwände von Arterien entdeckt.

Besserer Schlaf – Schutz für Herz und Gefäße

Schlafstörungen in den Wechseljahren können hormonell bedingt sein. Die Funktion des Temperaturzentrums im Gehirn gerät durch die nachlassende Östrogenproduktion in den Eierstöcken durcheinander. Infolgedessen kommt es oft sogar mehrmals pro Nacht zu Hitzewallungen und Schweißausbrüchen. Um die gestörte Thermoregulation zu normalisieren, ist eine vom Frauenarzt verordnete Hormonersatztherapie (HRT) das wirksamste Mittel. Individuell an die persönlichen gesundheitlichen Voraussetzungen der Patientin angepasst, lindert die HRT nicht nur klimakterische Beschwerden und sorgt für eine gesunde und erholsame Nachtruhe. Sie hat laut den Experten in Frankfurt auch einen stabilisierenden Effekt auf die Herz- und Gefäßgesundheit. Fällt die Entscheidung für eine HRT, ist ein frühzeitiger Beginn wichtig – nämlich in einem Alter von unter 60 Jahren, beziehungsweise nicht später als zehn Jahre nach der letzten Regelblutung. Innerhalb dieses Zeitfensters sinkt durch die Hormonbehandlung die Gesamtsterblichkeit um 30 Prozent (2), die Häufigkeit einer koronaren Herzerkrankung verringert sich um die Hälfte.

Transdermales Östrogen und natürliches Progesteron

Von Experten besonders empfohlen wird die Anwendung von Östrogen über die Haut – etwa mit einem Hormon-Dosiergel, das einmal täglich auf Schultern oder Arme aufgetragen wird. Es ist unsichtbar und gibt seinen Wirkstoff über 24 Stunden gleichmäßig in den Blutkreislauf ab. Im Gegensatz zu Tabletten belastet die transdermale Darreichungsform nicht den Leberstoffwechsel. Das Schlaganfall-Risiko wird nicht erhöht, wie eine Studie der Universität Kopenhagen mit über 980.000 Frauen (3) zeigte. Bei Frauen, die noch eine intakte Gebärmutter besitzen, sollte das transdermale Östrogen mit natürlichem Progesteron kombiniert werden. Das körperidentische Sexualhormon schützt die Gebärmutter vor übermäßigem Zellwachstum und unkontrollierten Blutungen. Bei der Kombination von transdermalem Östrogen und natürlichem Progesteron steigt das Thrombose-Risiko nicht an im Vergleich zu Östrogen-Tabletten und einigen synthetischen Gestagenen (4).

Weitere Informationen unter www.wechseljahre-verstehen.de und www.hormontherapie-wechseljahre.de

Literatur:
(1) https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/
herzinfarkt/article/931265/-wechseljahre-schlechter-schlaf-riskant-gefaesse.html
(2) Prof. Helmut Schatz: http://blog.endokrinologie.net/weibliche-hormongabe-cochrane-analyse-3227/; H.M.P. Boardman et al.: Hormone-therapy for preventing cardiovascular disease in post-menopausal women. Cochrane Database of Systematic Reviews 2015, Art. No.: CD00229. DOI: 10.1002/14651858.CD002229.pub4.)
(3) Løkkegaard E et al. Stroke. 2017;48: 2266-2269
(4) Scarabin PY, Climacteric 2018, 21:4, 341-345, DOI: 10.1080/13697137.2018.1446931

Quelle:
Symposium „Hart aber herzlich“ im Rahmen der DMG-Jahrestagung,
23. November 2018, Frankfurt/Main.
Veranstalter: DR. KADE / BESINS Pharma GmbH, Berlin

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Hormonersatztherapie 2.0

Biologisch gesehen, geschieht immer das Gleiche. Die Hormonproduktion der Eierstöcke nimmt allmählich ab. Der Östrogenspiegel schwankt, bis er nach der Menopause, der letzten Menstruation, ins Dauertief sinkt. Aber wann die Wechseljahre beginnen, wie lange sie dauern, und wie stark Beschwerden wie Hitzewallungen, Nachtschweiß, Scheidentrockenheit oder Schlafstörungen empfunden werden, ist von Frau zu Frau ganz unterschiedlich.

Ganz individuell auf die Frau zugeschnitten

Bei manchen Frauen dauern die mit der hormonellen Umstellung verbundenen Beschwerden mehrere Jahre an und greifen heftig in die Lebensqualität ein. Auch nach der letzten Regelblutung sind Frauen nicht davor gefeit. Die gute Nachricht ist jedoch, dass keine Frau sich mit Wechseljahresbeschwerden einfach abfinden muss. Denn durch eine vom Frauenarzt verordnete, an die individuellen gesundheitlichen Voraussetzungen der Patientin angepasste Behandlung lassen sich menopausale Beschwerden heute effektiv lindern und gesundheitliche Risiken minimieren.

Östradiol – am besten transdermal

Beeinträchtigen Wechseljahresbeschwerden die Lebensqualität, verschreibt der Gynäkologe häufig eine Hormonersatztherapie (HRT), zum Beispiel mit den weiblichen Sexualhormonen Östradiol und Progesteron. Viele Frauenärzte verordnen bevorzugt ein Östrogen-Gel , das mithilfe eines Spenders präzise dosiert und auf die Haut aufgetragen wird. Die transdermale Anwendung belastet gegenüber Tabletten nicht den Leberstoffwechsel. Zudem zeigte eine Studie der Universität Kopenhagen mit über 980.000 Frauen (1), dass eine HRT, die über die Haut wirkt, das Schlaganfallrisiko nicht erhöht. Tatsächlich gilt eine Kombination aus transdermalem Östradiol und mikronisiertem Progesteron zum Schutz der Gebärmutter heute bei Experten als die einzige echte, bioidentische Hormonersatztherapie (2), weil die zugeführten Hormone identisch mit den körpereigenen Botenstoffen sind.

Auch niedrig dosierte Hormone haben eine starke Wirkung

Grundsätzlich wird der Frauenarzt immer versuchen, die Dosierung des Östradiol-Gels möglichst gering zu halten, besonders bei Frauen mit Risikofaktoren wie einer erhöhten Thromboseneigung, Rauchen oder Übergewicht. Vor allem für sie bringt die Kombination aus transdermalem Gel und natürlichem mikronisierten Progesteron erhebliche Vorteile. Denn sie führt im Vergleich zu Östrogen-Tabletten oder synthetischen Gestagenen nicht zu einem erhöhten Thromboserisiko, so eine aktuelle Studie der französischen Universität Paris-Saclay (3). Und Forscher der renommierten Mayo Clinic Rochester (4) kamen zu dem Schluss, dass transdermale Hormone auch die Nachtruhe verbessern, die bei vielen Frauen in den Wechseljahren etwa durch nächtliche Schweißattacken gestört ist.

Natürliches Progesteron schützt die Gebärmutter

Frauen, die noch ihre Gebärmutter besitzen, verordnet der Arzt zusätzlich zum Östrogen auch ein Gestagen wie zum Beispiel natürliches Progesteron. Es verhindert, dass sich die Schleimhaut der Gebärmutter hormonell bedingt übermäßig aufbaut und dass es zu Wucherungen kommt. Zudem kann mikronisiertes Progesteron im Rahmen der Kombinationstherapie auch einen gesunden, erholsamen Schlaf fördern (5).

Naturmittel nicht einfach selbst testen

Ob Rhapontikrhabarber, Rotklee, Soja oder Salbei gegen Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlafstörungen – auch eine Selbstbehandlung mit Naturarzneien sollte immer mit dem Frauenarzt besprochen werden. Denn bei einigen ist die Wirkung durchaus umstritten, andere haben Nebenwirkungen. Soja etwa kann möglicherweise die Funktion der Schilddrüse stören. Auf keinen Fall aber sollten Frauen mit intakter Gebärmutter bei einer HRT-Kombination die Weichkapseln mit natürlichem Progesteron ohne Grund gegen von der Apotheke gemischte Progesteron-haltige Mittel austauschen. Bei diesen Rezepturen fehlen Studien; sie sind von keiner Arzneimittelbehörde zugelassen.

Weitere Informationen unter www.hormontherapie-wechseljahre.de und www.progesteron.de

Literatur:
(1) Løkkegaard E et al. Stroke. 2017;48: 2266-2269
(2) „Hormonersatztherapie mit transdermalem Estradiol und Progesteron: Positive Effekte erneut bestätigt”, Literaturarbeit, Medizin Report aktuell Nr. 449123 in: gynäkologie + geburtshilfe 5/2018
(3) Scarabin PY, Climacteric 2018, 21:4, 341-345, DOI: 10.1080/13697137.2018.1446931
(4) Cintron D et al. Menopause. 2018 Feb;25(2):145-153. DOI: 10.1097/GME.0000000000000971.
(5) Schüssler P et al. Psychoneuroendocrinology. 2008 Sep; 33(8): 1124-31

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Erkältung im Schnelldurchlauf: Den Körper beim Gesundwerden unterstützen

Sich nie wieder mit Halsweh, Husten und Schnupfen herumzuplagen… wäre es nicht schön? Doch das bleibt ein Traum. Denn selbst, wenn es einen Impfstoff gegen die Vielzahl von Erkältungserregern gäbe, würde wohl keine Krankenkasse der Welt die Kosten für die Impfung übernehmen. Grippale Infekte sind nämlich zwar mitunter sehr hartnäckig und unangenehm, aber harmlos – und in den meisten Fällen auch nach etwa einer Woche vorbei. Unterstützt man das Immunsystem mit natürlichen Mitteln, kann man die Heilung um bis zu drei Tage beschleunigen.

Typisch Erkältung – Anzeichen für einen grippalen Infekt

Über 200 Erkältungsviren lauern und warten nur darauf, sich auf den Schleimhäuten des Menschen einnisten zu können – viel zu viele, als dass es jemals gelingen könnte, einen wirksamen Impfstoff zu entwickeln. Für Erwachsene bedeutet dies im Regelfall ein- bis zwei Erkältungen pro Jahr, Kinder erkranken aufgrund ihres noch unausgereiften Immunsystems häufiger. Anders als die Influenza, die oft Knall auf Fall plötzlich da ist, beginnen Erkältungen langsam nach einem festen Schema. Zu einem trockenen Hals und Kopfschmerzen gesellen sich Beschwerden wie eine laufende oder verstopfte Nase, Niesen, tränende Augen, Halskratzen, Heiserkeit, Husten, manchmal auch Gliederschmerzen. Die Körpertemperatur steigt auf bis zu 38°C an, man fühlt sich müde und schlapp. Weil sich ein grippaler Infekt und die echte Grippe (Influenza) jedoch in vielen Symptomen ähneln, sollte man bei Unsicherheit einen Arzt aufsuchen.

Zu Hause bleiben – für sich selbst und andere

Doch auch wenn es „nur“ ein grippaler Infekt ist: Wer zu Hause bleibt und seine Viren „für sich behält“, wird nicht nur schneller wieder gesund, sondern schützt auch andere vor Ansteckung. Weil hohe Krankenstände das öffentliche Leben und die Wirtschaft belasten, ist es falsch verstandener Fleiß, trotz Erkrankung am Arbeitsplatz zu erscheinen. Denn vor allem für kleinere Unternehmen mit wenigen Angestellten ist eine Krankmeldung zwar unangenehm, fallen mehrere Mitarbeiter aus, ist es aber oft kaum noch zu kompensieren. Kein Wunder also, wenn der Chef sauer auf „Bazillenschleudern“ im Büro reagiert! Denn in geschlossenen, oft schlecht gelüfteten Räumen haben die Erreger besonders leichtes Spiel: Sie befinden sich nicht nur in der Luft, sondern gelangen von Telefonen, Tastaturen, Smartphones, Tablets, Kugelschreibern und Türklinken auf die Schleimhäute von Nase, Mund und Augen.

Das Immunsystem natürlich unterstützen

Hat einen eine Erkältung „erwischt“, ist man ohnehin nicht richtig leistungsfähig. Der Organismus ist schließlich voll und ganz mit der Bekämpfung der Er-reger beschäftigt. Um schneller wieder fit zu werden und an den Arbeitsplatz zurückkehren zu können, sollte man ihn dabei aktiv unterstützen.
Wie eine Studie gezeigt hat, klingen durch die Anwendung des natürlichen Arzneimittels Gripp-Heel® Erkältungsbeschwerden bis zu drei Tage schneller ab (1). Die natürlichen Inhaltsstoffe wirken symptomlindernd bei Fieber, Glieder-schmerzen, Entzündungen der Atemwege und aktivieren das Immunsystem (2). Da keine Wechselwirkungen bekannt sind, kann es gleichzeitig mit anderen Medikamenten, wie Antibiotika, angewendet werden. Gripp-Heel® ist für Kinder ab sechs Jahren und Erwachsene sowie auch für Patienten mit hohem Blut-druck oder für Diabetiker geeignet.

Viel Schlaf und die Schleimhäute pflegen

Neben viel Ruhe und ausreichendem Trinken, sollte man den angegriffenen Schleimhäuten von Nase, Hals und Bronchien besondere Aufmerksamkeit schenken. Gurgeln und Inhalieren mit isotonischer Kochsalzlösung haben sich bewährt, um die Erregerlast auf den Schleimhäuten zu reduzieren. Wasserschälchen oder feuchte Handtücher auf der Heizung sorgen für ein angenehmeres Raumklima, beruhigen die gereizten Schleimhäute und erleichtern das Atmen. Vorsicht: Frische Luft ist zwar gesund – doch bei Minusgraden genügen einige Atemzüge am offenen Fenster. Denn bei kalter, trockener Winterluft schaden lange Spaziergänge den Schleimhäuten oft mehr als sie nützen.

Viele weitere Informationen gibt es im Internet unter www.grippheel.de

Quellen:
(1) Roeska K, Seilheimer B (2010): Antiviral activity of Engystol and Gripp-Heel: an in-vitro assessment. Journal of Immune Based Therapies and Vaccines 8: 6
(2) Rabe A (2003): Symptomatische Behandlung akuter grippaler Infekte – Homöopathikum und konventionelle Therapie im Vergleich. Allgemeinarzt 25 (20): 1522-1523

Bildquelle: Thx/Getty/CentralITAlliance

Weniger ist mehr beim Lauftraining im Winter

Leidenschaftliche Läufer denken gar nicht daran, ihre Laufschuhe in den kalten Wintermonaten an den Nagel zu hängen. Dagegen ist, sofern man gesund ist, auch überhaupt nichts einzuwenden. Denn gerade im Winter kann Bewegung an der frischen Luft die Abwehrkräfte stärken. Allerdings verlangt eisige Kälte dem Körper einiges ab und so kommt es im Winter viel weniger auf regelmäßiges Trainieren an als vor allem auf ein gesundes Maß. Wer vom Laufen in der kalten Jahreszeit profitieren will, sollte es mit dem Training nicht übertreiben.

Verletzungen und Infekte vermeiden

Laufen im Winter ist, mit einem Wort: anders. Nicht nur, weil man besonders auf eine wintertaugliche Ausrüstung achten muss, sondern auch weil man anders als im Frühling und Sommer trainieren sollte. Das gilt nicht nur für ambitionierte Läufer, die an Wettkämpfen teilnehmen, sondern auch für Gesundheitsläufer und Laufanfänger. Das umfangreiche Trainingspensum, das man in der warmen Jahreszeit absolviert, ist im Winter tabu. Die Devise lautet: Weniger ist mehr.

Alternativ trainieren, neue Impulse setzen

Läufern, die den ganzen Sommer fleißig trainiert haben, wird von vielen Experten zu Beginn der Wintersaison eine Regenerationsphase empfohlen. Das Laufpensum beträgt dann nur noch 20 bis 30 Prozent. Nicht etwa, um dem süßen Nichts-tun auf dem gemütlichen Sofa zu frönen, sondern um in dieser Zeit den Fokus auf alternative Sportarten zur Kräftigung und Stabilisation zu legen. Für Abwechslung im Trainingsplan sorgen etwa Schwimmen, Klettern, Skaten, Wandern, Skilanglauf, Schneeschuhtouren, Spinning oder Rudern. Selbst ein Spaziergang mit flottem Schritt kann in dieser Phase eine Laufeinheit ersetzen!

Den Winter nutzen, um ökonomischer zu laufen

Danach sollten vor allem lange Läufe im sogenannten aeroben Bereich auf dem Programm stehen. Das bedeutet konkret: Joggen ohne außer Atem zu kommen und ohne die Muskulatur nennenswert zu ermüden. So gewöhnen sich die lang-sam kontrahierenden „Slow twitch“-Muskelfasern daran, immer langsamer zu ermatten und ökonomischer zu arbeiten. Der Sauerstofftransport und auch die Energiebereitstellung im Körper werden verbessert. Ideale Voraussetzungen also, um im Frühjahr zu Hochform aufzulaufen! Wem lange, ruhige Läufe auf Dauer zu langweilig werden, der kann mit Bergauf-Läufen für Abwechslung sorgen. Auch das „Fahrtspiel“, bei dem man auf nur kurzen Abschnitten das Tempo nach Gut-dünken variiert, bringt frischen Wind in den Laufalltag.

Richtig atmen, wenn die Luft vor Kälte „klirrt“

Ausgesprochene Tempoläufe sollte man sich im Winter besser sparen – oder auf das Laufband im warmen Fitnessstudio verlegen. Denn zu intensive Anstrengung ist bei Kälte zum Beispiel für die Atemwege ungesund. Je kälter die Luft, desto stärker werden Schleimhäute, Bronchien und Lunge gereizt. Besonders beim tiefen Einatmen kühlt die Lunge stark aus. Schon der leichte Schmerz beim Einatmen, den viele Läufer kennen, ist ein Alarmsignal. Dann besser das Lauftempo drosseln und flacher atmen. Auch ein Schal vor Mund und Nase kann die Atemwege schonen und so die Atmung erleichtern. Wichtig zu wissen: Bei Temperaturen unter minus 15 Grad kann der Körper die Atemluft nicht ausreichend erwärmen, bis sie die Lunge erreicht.

Warum die Beweglichkeit bei Kälte beeinträchtigt ist

Bei arktischen Temperaturen sollte man deshalb besser auf das Laufen verzichten – auch mit Blick auf die Herzgesundheit. Denn bei Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen. Um die lebenswichtigen Organe trotzdem optimal zu durch-bluten, muss das Herz Schwerstarbeit leisten. Deshalb werden, um Energie ein-zusparen, die äußeren Hautschichten und die Extremitäten weniger durchblutet. Kalte Hände und Füße sind jedoch nicht nur unangenehm, sondern die geringere Durchblutung macht auch den Gelenken zu schaffen. Die Gelenkknorpel werden dadurch schlechter versorgt, man ist unbeweglicher und hat ein höheres Verletzungsrisiko.

Bei Verletzungen richtig handeln

Treten beim Training Schmerzen auf, etwa infolge von Umknicken oder Überbelastung, heißt es erst einmal pausieren – und zwar so lange, bis die Beschwerden vollständig abgeklungen sind. Um Schwellungen und Blutergüsse einzudämmen, haben sich natürliche Arzneimittel wie Traumeel® – etwa in Form eines Salbenverbandes – bewährt. Es enthält 14 bewährte Inhaltsstoffe wie Arnika (Arnica montana), Zaubernuss (Hamamelis), Ringelblume (Calendula), Beinwell (Symphytum) und Sonnenhut (Echinacea). Die verschiedenen Komponenten ergänzen sich und fördern an unterschiedlichen Punkten des Heilungsverlaufes die rasche Beschwerdelinderung. Die Einnahme von Traumeel® als Tabletten kann den Effekt zusätzlich unterstützen. Beide Präparate sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

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