Abendliches Progesteron lässt in
den Wechseljahren besser schlafen

Ein- und Durchschlafstörungen sind ein häufiges Beschwerdebild bei Frauen in den Wechseljahren. Versierte Frauenärzte nutzen den schlafanstoßenden Effekt von natürlichem Progesteron in der Praxis seit Jahren, um betroffenen Patientinnen zu helfen. Eine Studie des Münchener Max-Planck-Institutes für Psychiatrie belegt die Wirksamkeit der abendlichen Einnahme von mikronisiertem Progesteron. Die Details wurden jetzt bei der Jahrestagung der Deutschen Menopause Gesellschaft in Frankfurt vorgestellt.

Ein- und Durchschlafstörungen – sogenannte Insomnien – nehmen mit dem Alter zfrau ruht auf couchu und sind am häufigsten bei älteren Frauen zu beobachten. Nach dem Zensus des Robert-Koch-Institutes im Jahr 1998 steigt die Neigung zu Schlafstörungen in der weiblichen Bevölkerung von rund 40 Prozent bei bis zu 39-Jährigen auf über 60 Prozent bei 50- bis 60-Jährigen. Wie Dr. Jörg Heitmann als Internist und Schlafspezialist an der Universität Marburg weiter ausführte, weist die Freiburger Allgemeinarztstudie (1994 bis 1998) ebenfalls eine deutliche Zunahme in der Zeit vor und nach der Menopause aus. Auch eine ganz neue kanadische Studie ergab für menopausale Frauen  insgesamt deutlich längere Wachzeiten während der Nachtruhe und eine geringere Schlafeffizienz im Vergleich zu jüngeren Frauen.
Anders das Ergebnis der Studie des Max-Planck-Institutes für Psychiatrie. Mit der abendlichen Anwendung von Progesteron konnten die Wissenschaftler um Professor Axel Steiger im Vergleich zu einem Scheinmedikament (Placebo) deutliche Verbesserungen nachweisen: Die abendliche Einnahme von Progesteron verminderte vor allem Einschlafstörungen um rund ein Drittel. Im Vergleich zu Placebo wurde eine deutlich verminderte Wachzeit belegt: Insbesondere im ersten Drittel des Nachtschlafes wachten die Teilnehmerinnen  um 30 Prozent weniger häufig auf. Auch die Übergänge zwischen Schlaf- und Wachzeiten nahmen unter der Progesteron-Einnahme zeitlich bedeutend ab.

Quelle: Jahrestagung der Deutschen Menopause Gesellschaft 2011: Wechseljahre: Schicksal oder Herausforderung, Frankfurt 18.-19. November 2011


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