Individuell angepasste Therapie
statt „Gießkannenprinzip“

Deutsche Menopause Gesellschaft e.V. zum
Weltmenopausetag am 18.10.2011: Hormontherapie von Wechseljahresbeschwerden

Die großen Studien zur Hormontherapie von Wechseljahresbeschwerden haben viel bewegt: Estrogene und Gestagene werden entsprechend der Beschwerden, der Stoffwechsellage und den persönlichen Risiken heute ganz individuell ausgewählt und dosiert, was die Hormontherapie effektiver und sicherer macht. Das „Gießkannenprinzip“ ist definitiv Vergangenheit.

Wie die Deutsche Menopause Gesellschaft e.V. klarstellt, haben rund 60 Prozent der Frauen mit der hormonalen Umstellung beim Nachlassen der Eierstockfunktion Probleme. Ein knappes Drittel leidet an therapiebedürftigen Beschwerden.
Bei starken Beschwerden hilft nachweislich nur die Gabe von Estrogenen. Bei vorhandener Gebärmutter ist eine Kombination mit Gelbkörperhormonen (Gestagenen) notwendig. Die Nachauswertung der Women´s Health Initiative legt nahe, dass bei frühem Beginn einer Hormontherapie der Nutzen die Risiken bei den meisten Frauen überwiegt.
Verschiedene Gestagene weisen unterschiedliche Eigenschaften auf. Dies wird heute bei der individuellen Therapie berücksichtigt: Frauen mit Einschlafstörungen profitieren von natürlichem Progesteron am Abend. Bestimmte Gestagene wirken stabilisierend auf den Blutdruck, andere sind bei einem relativen Überschuss männlicher Hormone (Androgene) vorteilhaft. Bei den Estrogenen wiederum ist speziell bei Übergewicht (und Thromboseneigung) die Gabe über die Haut deutlich sicherer als die Einnahme von Tabletten.
Selbstverständlich umfasst eine kompetente Beratung der Frauen mit Wechseljahresbeschwerden nicht nur die Hormontherapie, betont die Gesellschaft zum heutigen Weltmenopausetag. Unabdingbar ist auch eine kompetente Information über die Folgen der nachlassenden Eierstockfunktion auf die Vorgänge des Stoffwechsels im weiblichen Körper (Blutdruck, Gewichtszunahme) und eine Aufklärung über optimale Ernährung sowie Alternativen zu Hormonen.
Ganz ohne Zweifel sollte bei Frauen mit vorzeitiger Menopause ein Ersatz der fehlenden Hormone bis zum Zeitpunkt der natürlichen Menopause erfolgen – allein schon, um den übermäßigen Knochendichteverlust zu vermeiden.
Pflanzliche Präparate können bei leichten bis mittleren Beschwerden hilfreich sein. Bei starken Problemen sind sie oft nicht ausreichend wirksam. Dazu kommt, dass „natürlich“ nicht notwendigerweise „sicher“ bedeutet: Nutzen und Risiken können derzeit nicht ausreichend bewertet werden, so die Gesellschaft.

Die Deutsche Menopause Gesellschaft e.V. zählt derzeit 700 Ärzte als Mitglieder. Ihr Ziel ist es, die Bedürfnisse der Frauen in der hormonalen Umstellungsphase (Wechseljahre) beim Nachlassen der Eierstockfunktion zu erkennen und wirksame sowie sichere Behandlungsmöglichkeiten anzubieten. Der diesjährige Jahreskongress in Frankfurt wird nicht nur der Information der behandelnden Ärzte dienen, sondern bietet auch Frauen ein Forum, um Antworten auf allgemeine und individuelle Fragen bei einem Patientinnenabend zu bekommen. Mehr Informationen unter www.menopause-gesellschaft.de.


Bei Veröffentlichung freuen wir uns über ein Belegexemplar. Für Rückfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Schuster Public Relations & Media Consulting GmbH
Schleißheimer Strasse 12
85221 Dachau
Telefon 08131/66 996 80
Telefax 08131/66 996 88
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.