Die Adipositas-Welle rollt.
Viele übergewichtige Frauen nehmen postmenopausal noch
verstärkt zu. Besteht die Indikation zu einer
Hormontherapie, ist die Gabe von Östrogenen über die Haut
aufgrund des erhöhten Thromboserisikos sicherer als die
Tablettenform. Dass sich damit auch die Diabetes-Inzidenz
senken lässt, zeigt die Auswertung der E3N-Studie in
Frankreich.
Übergewicht macht vielen Frauen nach den Wechseljahren zu
schaffen. Denn oft gehört eine Gewichtszunahme zu den
unliebsamen Begleiterscheinungen, die die natürliche
hormonelle Umstellung nach sich zieht. Neuere
wissenschaftliche Erkenntnisse der Europäischen Menopause
Gesellschaft zeigen, dass Frauen, die schon zu Beginn der
Wechseljahre übergewichtig sind, besonders zu Hitzewallungen
neigen. Diese Beschwerden sind bei ihnen jedoch schwieriger
zu behandeln als bei leichtgewichtigen Frauen, denn eine
Hormontherapie sollte die zusätzlichen Risiken
berücksichtigen. Nicht selten gehen Übergewicht oder
Adipositas mit weiteren Erkrankungen wie Bluthochdruck,
hohen Blutfettwerten oder Diabetes einher. Diese Krankheiten
ergeben gemeinsam als metabolisches Syndrom einen riskanten
Mix, der Arteriosklerose, Thrombosen und
Herz-Kreislauf-Krankheiten begünstigen kann (mehr
Informationen zum Thema auch unter
www.hormontherapie-wechseljahre.de).
Hormontherapie sorgfältig planen
Herkömmliche Hormontherapien mit synthetischen Wirkstoffen
in Tablettenform können diese Gefahren noch erhöhen. Daher
sollte bei übergewichtigen Frauen eine Hormontherapie stets
sorgfältig abgewogen werden. Experten empfehlen immer
häufiger die Anwendung von niedrig dosierten,
naturidentischen Östrogenen in transdermaler Form,
beispielsweise als Gel über die Haut wie Gynokadin®
Dosiergel. Die Auswertung der französischen E3N-Studie ergab
zudem, dass bei der Östrogenanwendung über die Haut die
Thrombosegefahr bei Risikopatientinnen nicht ansteigt.
Diabetesrisiko verringern
Die Inzidenz neu diagnostizierter Diabetesfälle bei
postmenopausalen Frauen kann durch Hormone ebenfalls positiv
beeinflusst werden. In Frankreich wurde jetzt geprüft, ob
eine Hormontherapie diesen positiven Nebeneffekt
beeinflussen kann. Basis der Auswertung ist die prospektive
französische Kohortenstudie E3N mit insgesamt 63.624
postmenopausalen Frauen. In dieser Kohorte, die 663.087
Frauenjahre repräsentiert, traten während des
Beobachtungszeitraums von im Mittel 10,4 Jahren 1.220 neu
diagnostizierte Fälle von Diabetes Typ 2 auf. Verglichen mit
Frauen, die nie Hormone gegen klimakterische Beschwerden
eingenommen hatten, war das Risiko für die Erstdiagnose
eines Diabetes bei Hormonanwenderinnen signifikant geringer.
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