Presseinformation:Hormone können Diabetes-Inzidenz senken
26.03.2010
 

P R E S S E I N F O R M A T I O N
 
Positiver Nebeneffekt der Hormontherapie:
 
Hormone können Diabetes-Inzidenz senken

Die Adipositas-Welle rollt. Viele übergewichtige Frauen nehmen postmenopausal noch verstärkt zu. Besteht die Indikation zu einer Hormontherapie, ist die Gabe von Östrogenen über die Haut aufgrund des erhöhten Thromboserisikos sicherer als die Tablettenform. Dass sich damit auch die Diabetes-Inzidenz senken lässt, zeigt die Auswertung der E3N-Studie in Frankreich.

Übergewicht macht vielen Frauen nach den Wechseljahren zu schaffen. Denn oft gehört eine Gewichtszunahme zu den unliebsamen Begleiterscheinungen, die die natürliche hormonelle Umstellung nach sich zieht. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse der Europäischen Menopause Gesellschaft zeigen, dass Frauen, die schon zu Beginn der Wechseljahre übergewichtig sind, besonders zu Hitzewallungen neigen. Diese Beschwerden sind bei ihnen jedoch schwieriger zu behandeln als bei leichtgewichtigen Frauen, denn eine Hormontherapie sollte die zusätzlichen Risiken berücksichtigen. Nicht selten gehen Übergewicht oder Adipositas mit weiteren Erkrankungen wie Bluthochdruck, hohen Blutfettwerten oder Diabetes einher. Diese Krankheiten ergeben gemeinsam als metabolisches Syndrom einen riskanten Mix, der Arteriosklerose, Thrombosen und Herz-Kreislauf-Krankheiten begünstigen kann (mehr Informationen zum Thema auch unter www.hormontherapie-wechseljahre.de).

Hormontherapie sorgfältig planen
Herkömmliche Hormontherapien mit synthetischen Wirkstoffen in Tablettenform können diese Gefahren noch erhöhen. Daher sollte bei übergewichtigen Frauen eine Hormontherapie stets sorgfältig abgewogen werden. Experten empfehlen immer häufiger die Anwendung von niedrig dosierten, naturidentischen Östrogenen in transdermaler Form, beispielsweise als Gel über die Haut wie Gynokadin® Dosiergel. Die Auswertung der französischen E3N-Studie ergab zudem, dass bei der Östrogenanwendung über die Haut die Thrombosegefahr bei Risikopatientinnen nicht ansteigt.

Diabetesrisiko verringern
Die Inzidenz neu diagnostizierter Diabetesfälle bei postmenopausalen Frauen kann durch Hormone ebenfalls positiv beeinflusst werden. In Frankreich wurde jetzt geprüft, ob eine Hormontherapie diesen positiven Nebeneffekt beeinflussen kann. Basis der Auswertung ist die prospektive französische Kohortenstudie E3N mit insgesamt 63.624 postmenopausalen Frauen. In dieser Kohorte, die 663.087 Frauenjahre repräsentiert, traten während des Beobachtungszeitraums von im Mittel 10,4 Jahren 1.220 neu diagnostizierte Fälle von Diabetes Typ 2 auf. Verglichen mit Frauen, die nie Hormone gegen klimakterische Beschwerden eingenommen hatten, war das Risiko für die Erstdiagnose eines Diabetes bei Hormonanwenderinnen signifikant geringer.

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