Presseinformation:ntihyperalgetisch und Opiat sparend
15.02.2010
 

P R E S S E I N F O R M A T I O N
 
Flupirtingabe stärkt Wirkung von Opioiden – ohne zusätzliche Nebenwirkungen
 
Antihyperalgetisch und Opiat sparend

Manche Schmerzzustände sind mit Opioiden allein aufgrund dosislimitierender Nebenwirkungen nicht befriedigend zu bessern. Die zusätzliche Gabe von Flupirtin (z.B. Trancolong®) ist bei Karzinom-Patienten mit neuropathischem Schmerz eine Option, wie eine australische Studie zeigt*. Flupirtin wirkt dabei nicht zusätzlich sedierend und verschlechtert nicht das Nebenwirkungsprofil der Opiate – auch bei adjuvanter Schmerzmittelgabe.

Flupirtin hat sich bei akuten und chronischen Schmerzen bei Muskelverspannungen der Halte- und Bewegungsmuskulatur bewährt. Mehrere Studien haben seine sichere und lang anhaltende Wirkung belegt. Durch die selektive Öffnung neuronaler Kaliumkanäle und die Stabilisierung des Ruhepotenzials afferenter nozizeptiver Neurone wirkt Flupirtin analgetisch und damit verspannungslösend. Über diesen Mechanismus werden auch bestehende Hyperalgesien gebessert. Diese sind – trotz Opioiden – gerade in der Palliativmedizin häufig.

Schmerzscores um rund 30 Prozent gesenkt
Den „proof of concept“ in der palliativen Situation haben die australischen Mediziner in einer offenen Studie bei zehn Karzinom-Patienten erbracht. Initial wurden additiv viermal täglich 100 mg Flupirtin appliziert. Eine Steigerung auf bis zu 4 x 200 mg Flupirtin war möglich, aber in den meisten Fällen nicht notwendig. Bis auf einen Patienten vertrugen alle diese Komedikation. Insgesamt sanken die Schmerzscores auf der visuellen Skala durch den Flupirtin-Zusatz nach acht Tagen um 29 Prozent; bei der Hälfte der Patienten wurde sogar ein Rückgang um über 30 Prozent dokumentiert. Der „mittlere Schmerz der vergangenen 24 Stunden“ war zum Ende der Behandlung um 36 Prozent vermindert. Beim neuropathischen Schmerzscore wurde innerhalb von acht Tagen ein zunehmender Rückgang objektiviert. Bei allen Patienten betrug die Besserung mehr als 30 Prozent, in acht Fällen konnten die neuropathischen Beschwerden komplett unterdrückt werden.

Opioidverbrauch und Nebenwirkungen teilweise gesenkt
Acht der zehn Patienten benötigten unter der Komedikation mit Flupirtin weniger Opioide. Die mittlere Abnahme betrug 52,8 mg Morphinäquivalent. Dieser Nutzen wurde nicht durch zusätzliche Nebenwirkungen erkauft: Es zeigten sich keine signifikanten Änderungen außer zunehmendem Appetit unter Flupirtin. Die additive Gabe von Flupirtin bewirkte eine verbesserte Lebensqualität: Gesamtaktivität und Lebensfreude der Krebspatienten nahmen signifikant zu. Acht von zehn Patienten wollten die Flupirtinmedikation nach Ende der Studie beibehalten.

Quellen:
* Goodchild et al., Pain Medicine 2008; 9(7), 939-949


Hinweis für Redaktionen:

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir
jederzeit gerne zur Verfügung.
Bei einer Veröffentlichung freuen wir uns über ein Belegexemplar.

Schuster Public Relations & Media Consulting GmbH
Schleißheimer Str. 12
85221 Dachau
Tel.
Fax
e-Mail:
+49 8131 / 66 996 80
+49 8131 / 66 996 88
info@schuster-pr.de