Presseinformation: Eine faszinierende Geschichte
15.01.2010
 

P R E S S E I N F O R M A T I O N
 

 
„Eine faszinierende Geschichte“

Bakteriell verursachte Vaginosen, die sich insbesondere durch einen unangenehmen Intimgeruch feststellen lassen, gehören zu den häufigsten – und wegen der Geruchsbildung besonders unangenehmen – Erkrankungen des weiblichen Intimbereichs. Privatdozent Dr. Andreas Clad, Oberarzt am Universitätsklinikum Freiburg, berichtet über seine Erfahrungen mit Milchsäurepräparaten.

Was versteht man unter einer bakteriellen Vaginose?
Eine bakterielle Vaginose ist eine Fehlbesiedelung der Scheide, das heißt es siedeln sich die falschen Bakterien an. Für den typischen begleitenden unangenehmen fischartigen Scheidengeruch sind Abbauprodukte von Eiweißstoffen, so genannte Amine, verantwortlich. Diese werden von bestimmten Bakterien aus der Darmflora gebildet. Etwa fünf bis zehn Prozent aller Frauen leiden unter dieser so genannten Aminvaginose.

Wie wird in diesen Fällen behandelt?
Eine kurzfristige Therapie mit einem Antibiotikum beseitigt die unerwünschten Bakterien, es sorgt aber nicht dafür, dass sich die Milchsäurebakterien wieder ansiedeln. Die Frage ist, ob sich die Vaginalflora wieder stabilisiert, wenn nach der antibiotischen Behandlung Milchsäure-Gel verabreicht wird. Das ist tatsächlich der Fall. Bei einer Patientin, die seit einem Jahr diese Fehlbesiedlung der Scheide aufwies, führte die Anwendung von Milchsäure-Gel wie der KadeFungin Milchsäurekur über sieben Tage dazu, dass sich wieder Laktobazillen in der Scheide ansiedelten. Man sah in den mikroskopischen Abstrichen deutlich, dass die unerwünschten Darmkeime zurückgedrängt wurden und wieder Laktobazillen in der Scheide vorhanden waren.

Gibt es weitere Vorteile?
Die Behandlung mit Milchsäure-Zäpfchen kann für die Frauen auf Dauer relativ unangenehm sein. Es kann zu Brennen im Scheideneingangsbereich kommen oder zu Ausfluss, wenn Zäpfchenreste erst am nächsten Tag aus der Scheide ausgestoßen werden. Ausfluss scheint unter einem Milchsäure-Gel hingegen kein Thema zu sein. Die Frauen haben das Gefühl, sie applizieren das Gel in die Scheide und es wird aufgesogen wie ein Schwamm.
Zusätzlich unterstützt ein Milchsäure-Gel im Gegensatz zum Zäpfchen offensichtlich auch die Ansiedlung der für die Normalflora der Scheide typischen Milchsäurebakterien, der Laktobazillen. Das durch die Milchsäure verursachte saure Milieu in der Scheide kann als natürlicher Schutz vor Scheidenfehlbesiedlungen gewertet werden. Es hat sich gezeigt, dass die verwendete KadeFungin Milchsäurekur wirkt und sehr gut verträglich ist.

Profitieren auch Schwangere von der Behandlung?
Ja, auf alle Fälle. Auch bisher hat man versucht, in der Schwangerschaft die Laktobazillen-Ansiedlung zu fördern, etwa mit Milchsäure-Zäpfchen. Das Milchsäure-Gel eröffnet da ganz neue Möglichkeiten. Es ist sehr gut verträglich und gefährdet in keiner Weise das Kind. Darüber hinaus gibt es Studienergebnisse, die nahelegen, dass durch die Behandlung der bakteriellen Vaginose das Risiko einer Frühgeburt deutlich verringert werden kann.

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