Presseinformation: Die Wechseljahre - ein ganz besonderer Lebensabschnitt
09.07.2010
 

P R E S S E I N F O R M A T I O N
 
Die Wechseljahre - ein ganz besonderer Lebensabschnitt

Es ist ein ganz natürlicher Vorgang: Etwa zwischen Mitte 40 und Mitte 50 neigt sich der Vorrat an Eizellen, der im weiblichen Körper schon von Geburt an angelegt war, dem Ende zu. Die Hormonproduktion in den Eierstöcken geht zurück, der Eisprung wird immer seltener. Viele Frauen nehmen diese Phase der hormonellen Umstellung kaum wahr, andere wiederum spüren die Auswirkungen auf den Körper und die Psyche und reagieren mit heftigen Beschwerden.

Nicht von heute auf morgen, aber in den drei bis fünf Jahren vor der letzten Periode werden die Regelblutungen immer unregelmäßiger. Als erstes nimmt die Produktion des Gelbkörperhormons ab, Östrogen ist in dieser Phase quasi im Überschuss vorhanden und es kommt häufiger zu Wasser-einlagerungen im Gewebe. Der Eisprung findet immer seltener statt, die Empfängnisfähigkeit ist jetzt schon deutlich eingeschränkt. Die Hirnanhangdrüse produziert in dieser Phase vermehrt Steuerungshormone (Gonadotropine) zur Stimulation der Eierstöcke. Doch diese können nicht mehr mit einer vermehrten Östrogenbildung reagieren. Durch dieses verschobene Gleich-gewicht können beispielsweise Müdigkeit, Hitzewallungen oder Herzrasen auftreten. Schließlich gibt es überhaupt keinen Eisprung mehr, die Bildung des Gelbkörpers bleibt aus. Jetzt verkürzen sich die Regelzyklen, oft werden die Blutungen auch stärker. Wenn dann die Östrogenproduktion ebenfalls ganz eingestellt wird, bleibt die Regelblutung aus.


Bin ich schon drin?
Manche erleben in den Wechseljahren erhebliche körperliche und seelische Begleiterscheinungen, andere merken nur wenig davon. Etwa ein Drittel aller Frauen haben jedoch massive Beschwerden, die eine Therapie notwendig machen. Wie Frauen auf die Umstellung reagieren, ist oft auch mit ihrer persönlichen Lebenssituation verknüpft. So geht man heute davon aus, dass Frauen, die beruflich stark eingebunden sind, weniger Probleme haben. Vielleicht auch, weil sie den Wechseljahren weniger Beachtung schenken können. Die Anzeichen sind nicht immer ganz klar und oft sind sich Frauen unsicher, ob sie schon im Klimakterium sind. Einige Symptome sind zwar typisch, wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen oder Antriebslosigkeit. Letztendliche Sicherheit kann aber nur eine Untersuchung beim Frauenarzt bringen, der die Beschwerden zuordnen kann. Mit der Messung der Hormonwerte und einer gynäkologischen Untersuchung lässt sich feststellen, ob die Wechseljahre eingesetzt haben.

Hormontherapie kann Lebensqualität steigern
Der Arzt wird auch gemeinsam mit der betroffenen Frau entscheiden, ob eine Hormontherapie notwendig und sinnvoll ist. Probleme sollten dabei offen angesprochen werden, auch „Tabu-Themen“ wie Störungen im Sexualleben, beispielsweise durch eine trockene Scheide. Denn je mehr der Arzt über das Beschwer¬debild weiß, desto besser kann er eine individuelle Therapie¬entscheidung treffen. Viele Experten empfehlen heute eine niedrig dosierte Behandlung mit Hormonen, die über die Haut verabreicht werden, wie beispielsweise Gynokadin Dosiergel. Im Unterschied zu Östrogentabletten kann die Frau durch einfaches Ausprobieren die optimale Tagesdosis selbst herausfinden. Als Östrogen-Gegenspieler schützt die gleichzeitige Einnahme von natürlichem Progesteron vor Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut. Es verbessert zudem Schlafstörungen und auch die Schlafqualität.
Gesund und fit bleiben
Gerade in den Wechseljahren hängt viel vom individuellen Lebensstil ab, ob man sich wohlfühlt oder nicht, ob man positiv gestimmt ist oder den ganzen Tag grübelt. Vor allem Sport ist jetzt wichtig, er trägt zum Wohlbefinden bei. Bewegung entspannt, baut Stress ab, macht zufrieden und ausgeglichen. Außerdem werden Herz und Kreislauf gestärkt, das Gehirn durchblutet und die Nerven beruhigt. Regelmäßige sportliche Betätigung kräftigt auch die Knochen – die beste Vorbeugung gegen Osteoporose.

Wichtiger denn je: vernünftige Ernährung
Und auch eine vollwertige Ernährung mit viel Gemüse und Obst, wenig Fett und Zucker ist jetzt ganz entscheidend. Denn mit der veränderten Hormonsituation steigt das Risiko, an Arteriosklerose und Osteoporose zu erkranken. Wichtig zur Vorbeugung von Osteoporose ist die ausreichende Versorgung mit genügend Kalzium und Vitamin D. Zur Vorbeugung von Arteriosklerose sollte der Cholesterinspiegel nicht ansteigen. Günstig sind einfach und mehrfach ungesättigte Fette, die beispielsweise in fettem Seefisch, Walnüssen und Pflanzenölen enthalten sind. Meiden oder reduzieren sollte man schwer verdauliche oder stark gewürzte Speisen, Kaffee, Schwarztee und Alkohol. Sie begünstigen Hitzewallungen und Schwitzen.


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