Natürliches Progesteron bei Zyklusstörungen

Zu kurz, zu lang, zu stark oder gar nicht? Ist der Zyklus unregelmäßig, gerät das Wohlbefinden einer Frau oft völlig aus dem Lot. Abhilfe kann in vielen Fällen eine rezeptpflichtige Therapie mit natürlichem Progesteron in Form von Weichkapseln schaffen. Nachdem diese Behandlungsmethode in anderen europäischen Ländern schon lange etabliert ist, wurde natürliches Progesteron nun auch in Deutschland für die Behandlung von Progesteronmangel-bedingten Zyklusstörungen zugelassen.
Die meisten Frauen bekommen es irgendwann mit einem unregelmäßigen Zyklus zu tun. Spätestens mit Beginn der Wechseljahre ist es meist vorbei mit dem immer gleichen Rhythmus – oft auch schon früher. Wenn „die Tage“ zu lang, zu kurz, zu stark oder gar nicht kommen, ist das körperlich aber auch nervlich eine große Belastung. Wenn ein hormoneller Mangel die Ursache ist, kann natürliches Progesteron helfen, den regelmäßigen Zyklus wiederherzustellen.

Auch zur Behandlung von Zyklusstörungen

Die oral einzunehmenden Weichkapseln enthalten körperidentisches Progesteron, das unter anderem aus dem Diosgenin der Yamswurzel gewonnen wird, und bringen den Körper bei einem Progesteronmangel wieder in eine harmonische Hormon-Balance zurück. Eine aktuelle Studie hat die therapeutische Wirkung mit eindeutigem Ergebnis untersucht (1). Bei 90 Prozent der Probandinnen ließ sich mit 300 mg Progesteron eine Entzugsblutung auslösen (Placebo 29 Prozent). Alle befanden sich noch nicht in den Wechseljahren und hatten drei Monate oder länger keine Periode mehr, aber einen ausreichend hohen Östrogen-Spiegel. Mit einer Dosis von 200 mg täglich gelang dies bei 58 Prozent.

Mit Zyklusstörungen zum Frauenarzt

Frauen, die unter Zyklusstörungen wie etwa einer zu langen, zu kurzen, zu starken, zu schwachen oder dauerhaft ausbleibenden Regel leiden, sollten in jedem Fall ihren Frauenarzt aufsuchen. Er kann die Ursachen abklären und bei einer hormonellen Störung den Zyklus mit einer verschreibungspflichtigen Therapie in individuell geeigneter Dosierung wieder ins Lot bringen.

Altbekannter Nutzen für die Gebärmutter

Aus der kombinierten Hormonersatztherapie bei Wechseljahresbeschwerden ist Progesteron seit langem nicht mehr wegzudenken. Frauenärzte verordnen das natürliche Gestagen, um die Gebärmutterschleimhaut vor gefährlichen Wucherungen zu schützen. Diesen Effekt hat aktuell auch ein internationales Experten-Team um Prof. Dr. Petra Stute, Leiterin des Forschungslabors Reproduktionsmedizin und Gynäkologische Endokrinologie an der Universitäts-klinik Bern, nach Beurteilung verfügbarer Studien bestätigt. Demnach scheint eine Anwendung von 200 mg Progesteron an 12 bis 14 Tagen pro Monat für bis zu fünf Jahre wirksam zu sein. (2)

Quellen:
1 Shangold M et al., Fertil Steril 1991; 65(6):1040
2 Stute P, Neulen J, Wildt L, Climacteric 2016; Bd 19, Nr 4: 316-328

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Nächtliche Ruhestörung in den Wechseljahren

Es gibt nichts Schöneres, als nach einem langen anstrengenden Tag müde und erschöpft ins Bett zu fallen. Einfach herrlich! Doch für jede zweite Frau in den Wechseljahren ist gesunder Schlaf nur ein schöner Traum. Schlafstörungen kosten nicht nur viel Kraft. Sie können auch Herz und Gefäße in Gefahr bringen, zeigt eine neue Studie. Hormone können bei wechseljahresbedingten Schlafstörungen helfen.

Traumhafter Schlaf mit Hormonen nach Maß

Schlaf ist kostbar, aber immer Stückwerk. Das ist ganz normal: Wir wachen bis zu 28 Mal pro Nacht auf, schlafen spätestens nach drei Minuten wieder ein und haben es anderentags vergessen. In den Wechseljahren jedoch entwickeln sich diese ganz natürlichen, kurzen Wachphasen bei etwa jeder zweiten Frau (1) zu handfesten nächtlichen Störfällen. Die Betroffenen werden wach und finden partout nicht wieder in den Schlaf zurück. Sie drehen sich von einer Seite auf die andere, stehen auf, legen sich wieder hin… Wenn sie irgendwann doch einnicken, wachen sie wie gerädert auf und starten ohne Energie in den neuen Tag.

Sinkende Hormonspiegel stören den Schlaf

Ein- und Durchschlafstörungen empfinden Frauen in den Wechseljahren oft als genauso belastend wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche oder Stimmungsschwankungen. Ursache für das „Nachtgespenst“ sind vermutlich die sinkenden Hormonspiegel. Botenstoffe im Gehirn, die zur Steuerung der Schlafphasen wichtig sind, werden beeinträchtigt, der Schlafrhythmus kommt aus dem Takt. Schleichendes Gift für eine erholsame Nachtruhe sind oft auch nächtliche Hitzewallungen. Es erhöht sich dabei die Körperkerntemperatur und fällt nach Ende des „Hot Flushs“ rapide ab. Ist die Hitzewallung mit einem Schweißausbruch verbunden, kühlen viele Frauen aus, frösteln und zittern danach. An Schlaf ist dann natürlich nicht zu denken. Manchen Frauen spuken in solchen Nächten finstere Gedanken im Kopf herum. Auf Dauer kann dies zu Nervosität und Überforderung führen – und zu Schlafstörungen mit zunehmend kürzeren Tiefschlafphasen, die die Regeneration von Körper und Gehirn behindern.

Viele Frauen leiden im Klimakterium unter Insomnie

Zwar gibt Hypnos – wie der griechische Gott des Schlafes heißt – den Forschern immer noch viele Rätsel auf. Fest steht aber: Schlaf ist eine hochaktive Angelegenheit. Im Schlaf geschehen wichtige Reparaturarbeiten im Organismus. Im Tiefschlaf arbeitet unser Immunsystem auf Hochtouren, das Gehirn schüttet Wachstumshormone aus und baut neue Zellen auf. Im Traum- oder REM-Schlaf arbeiten unsere grauen Zellen mehr als im wachen Zustand. Wir träumen heftig und verarbeiten die Erlebnisse des vergangenen Tages. Doch bei manchen Frauen wird der Schlaf in der Lebensmitte zum dauerhaften Störfeld. Eine Insomnie liegt vor, wenn man beispielsweise regelmäßig mehr als 30 Minuten zum Einschlafen braucht, nachts aufwacht und länger nicht wieder einschlafen kann und/oder zu früh erwacht, obwohl man eigentlich genügend Zeit für erholsamen Schlaf hätte. Am folgenden Tag leidet man zum Beispiel unter Müdigkeit und Leistungsschwäche.

Schlafmangel schädigt die Gefäße

In den Wechseljahren können häufig auftretende Schlafstörungen und eine verkürzte Nachtruhe Auswirkung auf die Gesundheit haben. So belegt eine aktuelle US-Studie des National Institute of Health (NIH) und des National Heart, Lung and Blood Institute (NHLBI) an 256 Frauen zwischen 40 und 60 Jahren (2), dass es zu vermehrten Plaques, einer Verdickung und einem Elastizitätsverlust in den Blutgefäßen kommt. Damit kann ein Grundstein für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall gelegt werden. Deshalb fordern die amerikanischen Studien-Autoren für Frauen mit Schlafstörungen in den Wechseljahren ein Herz- und Gefäß-Screening.

Bei schlechten Nächten und Hitzewallungen helfen Hormone

Um besser zu schlafen, kann es helfen, auf eine gute Schlafhygiene zu achten. Dazu gehören Ernährungsregeln wie der Verzicht auf Koffein nach 15 Uhr und eine ungestörte Schlafumgebung. Wesentlich sind feste Schlafenszeiten, die das Einschlafen erleichtern. Bei ausgeprägten Schlafstörungen kann der Arzt eine Verhaltenstherapie empfehlen, im Notfall auch Schlafmedikamente verordnen. Die Hormonexperten beim Fortbildungskongress der Frauenärztlichen Bundesakademie (FOKO) würden zur Behandlung von Schlafstörungen bei Frauen in den Wechseljahren die Verordnung von Hormonen befürworten. Demnach gibt es Studien, die zeigen, dass eine Hormontherapie den Schlaf verbessert. Dabei wurden sowohl die subjektive als auch die objektive Verbesserung bei Frauen mit und ohne Hitzewallungen dokumentiert, weshalb die Behandlung von Schlafstörungen mit Hormonen aus endokrinologischer Sicht zu befürworten sei. (3)

Schlaf-Spender Progesteron

Gut belegt und bewährt ist die schlaffördernde Wirkung von mikronisiertem Progesteron. Das körperidentische Gelbkörperhormon entfaltet seine Wirkung im zentralen Nervensystem. Es beruhigt und fördert den Schlaf – ohne die Schlafarchitektur zu verändern. Auch ein Hangover am nächsten Morgen mit verminderter Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit (4), wie er bei vielen Schlafmedikamenten der Fall ist, bleibt aus. Die verschreibungspflichtigen Weichkapseln, die als Begleittherapie zur Östrogenbehandlung eingesetzt werden, sollten erst rund ein bis zwei Stunden vor dem Schlafengehen eingenommen werden, da sie tagsüber müde machen können. Es ist sinnvoll, sich an die individuell optimale Dosierung in enger Rücksprache mit dem Frauenarzt langsam heranzutasten. Übrigens: Progesteron schiebt den Schlaf nicht nur bei Frauen, sondern auch bei Männern an (5).

Weitere Informationen zum Thema unter www.progesteron.de
Quellen:
(1) „Schlechter Schlaf ist riskant für die Gefäße“, Ärzte Zeitung vom 10.03.2017
(2) NAMS 2016; Abstract S-16
(3) „Progesteron – Potenzial und Mythen“, Symposium beim FOKO 2017, 8.-11. März 2017, Düsseldorf. Veranstalter: DR. KADE / BESINS
(4) Schüssler P et al.: Progesterone reduces wakefulness in sleep EEG and has no effect on cognition in healthy postmenopausal women. Psychoneuroendocrinology.2008; 33:1124-31
(5) Friess, E et al.: Progesterone-induced changes in sleep in male subjects. Am J Physiol 1997; 272:E885-91

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Und plötzlich ist Er unerklärlich müde?

Zwölf Anzeichen für einen Testosteronmangel

Es schenkt Muskelkraft, breite Schultern, Bartwuchs und eine tiefe Stimme. Das erst 1935 entdeckte Testosteron lässt als männlichstes aller Hormone in der Pubertät die Knochen wachsen, reguliert die sexuelle Lust und die Spermienbildung, steuert die Erektion. Doch oft sinkt die Produktion des Hormons noch vor der Lebensmitte. Ganz langsam, heimlich und schleichend – meist ohne dass betroffene Männer es merken oder die Mangelsymptome richtig einordnen können. Es gibt aber zwölf deutliche Signale, die auf einen Testosteronmangel hinweisen.

Der fortschreitende Rückgang des wichtigsten Männlichkeitshormons (med.: Hypogonadismus) ist mehr als nur eine Lifestyle-Krise oder gar ein erfundenes Krankheitsbild, so die einstimmige Experteneinschätzung bei einer Internationalen Konsensus-Konferenz zum Thema Testosteronmangel in Prag. Er ist vielmehr ein medizinisches Krankheitsbild, das eindeutige, negative Auswirkungen nicht nur auf die männliche Sexualität, sondern auch auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Männern hat. Der Hormonmangel kann zum Beispiel die Knochendichte vermindern oder das Risiko für das gefürchtete metabolische Syndrom mit Übergewicht, Bluthochdruck, einem gestörten Fettstoffwechsel und Diabetes erhöhen, so die Fachmediziner.

Schneller Check: Stimmt der Testosteronspiegel noch?

Daher sollten Männer in den allerbesten Jahren immer dann aufmerksam werden, wenn sie eines oder mehrere dieser Symptome spüren: Die Lust auf Sex hat nachgelassen, ohne dass sich etwas an der Beziehung verändert hätte. Und wenn es dann doch zum Sex kommt, ist die Erektion schlaff oder bleibt aus. Es macht sich eine ständige, unerklärliche Müdigkeit breit, doch ein erholsamer Schlaf stellt sich nicht ein. Bei allem, was unternommen wird, fehlt die rechte Antriebskraft, die Motivation ist auf dem Nullpunkt. Auch die Muskelkraft lässt spürbar nach. Das Bauchfett nimmt zu, obwohl die Essgewohnheiten unverändert sind. Haut und Haare werden weicher, manchmal zeigen sich sogar erste Anzeichen einer weiblichen Brust. Der Bartwuchs dagegen wird schütterer. Es kommt zu unvermittelten Schweißattacken. Und die Stimmung ist mal himmelhoch jauchzend, dann wieder tief betrübt, niedergeschlagen und depressiv.

Diabetiker sollten ihre Testosteronwerte immer prüfen lassen

Treffen tatsächlich eines oder mehrere dieser Warnzeichen zu, sollten diese medizinisch abgeklärt werden. Ein Urologe oder Androloge beurteilt zunächst die Muskulatur, die Fettverteilung und den Bauchumfang, die Körper- und Schambehaarung. Zusätzlich prüft er, wie trocken und empfindlich die Haut ist, untersucht Hoden und Penis, die Prostata rektal per Ultraschall. Dann bestimmt er in einer Laboruntersuchung den Testosteronspiegel im Blut. Am besten sollten diese Werte in den Vormittagsstunden von sieben bis elf Uhr erhoben werden, weil sie morgens höher und noch unverfälscht sind. Bei
Typ-2-Diabetikern empfehlen die Fachgesellschaften grundsätzlich die Untersuchung.

Viele Gründe für ein hormonelles Defizit

Die Ursachen für einen Testosteronmangel sind vielfältig. Da gibt es zum einen den natürlichen Alterungsprozess, durch den Männer etwa ab dem vierten Lebensjahrzehnt jährlich ungefähr ein Prozent des Androgens verlieren. Männer, die ursprünglich einen hohen bis sehr hohen Wert hatten, spüren die nachlassende Hormon-Produktion gar nicht oder kaum. Anderen hingegen macht sie oft schwer zu schaffen. Weitere Gründe neben dem Altern sind beispielsweise Erkrankungen der Hoden, der Hirnanhangsdrüse oder des Hypothalamus, dem Hormon-Dirigenten im Zwischenhirn. Aber auch Alkohol und Übergewicht schädigen die empfindliche Hormonbalance.

Zwei Pumpstöße pro Tag bringen schnelle und zuverlässige Hilfe

Ist ein Hormondefizit vorhanden, lässt es sich durch ein rezeptpflichtiges Hormon-Gel im Dosierspender schnell, einfach und gut verträglich ausgleichen. Das Gel im neuen Dosierspender kann individuell dosiert und damit maßgeschneidert an den persönlichen Bedarf des Mannes angepasst werden. Mit dem neuen Dosiergel ist bei gleicher Wirksamkeit auch eine geringere Gelmenge notwendig als bei herkömmlichen Präparaten. Das Gel wird in der Regel einmal täglich mit zwei Pumpstößen großflächig auf den Schulter-Oberarm-Bereich aufgetragen und ist nach dem Trocknen völlig unsichtbar. Der Wirkstoff wird in der Haut gespeichert und geht nach und nach über 24 Stunden gleichmäßig in den Blutkreislauf über. So kommt der Testosteronspiegel schnell auf ein normales physiologisches Niveau.

Keine unerwünschten Wirkspitzen

Mit der Anwendung des Gels gibt es keine hormonellen „Absacker“, weil es im Gegensatz zu Hormon-Injektionen in den Gesäßmuskel nicht zu Wirkspitzen kommt. Liegt der Testosteronspiegel wieder im Normbereich, steigert sich die körperliche, geistige und sexuelle Leistungsfähigkeit merklich. Die Muskeln werden stärker, Fettpölsterchen schmelzen, die Insulin-Resistenz von Diabetikern nimmt ab. Die Therapie mit Testosteron-Gel ist auch langfristig problemlos.

Weitere Informationen und einen umfassenden Selbsttest, der einen Testosteronmangel aufzeigt, gibt es auf www.mannvital.de

Zwölf häufige Anzeichen für einen Testosteronmangel:

– Schlafstörungen
– Müdigkeit
– weniger oder gar keine Lust auf Sex
– Erektionsstörungen
– trockene Haut
– zunehmendes Bauchfett
– Antriebslosigkeit, allgemeiner Vitalitätsverlust
– Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmung
– nachlassende Kraft, Leistungsschwäche
– abnehmender Bartwuchs, reduzierte Körperbehaarung
– vermehrtes Schwitzen
– Konzentrations- und Gedächtnisstörungen

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Gewichtszunahme in den Wechseljahren

Übergewicht schon in jüngeren Jahren
bekämpfen

Die Waage lügt nicht. Und so stimmt es leider, dass Frauen ab etwa Anfang 40 zunehmen. Und das, obwohl sie nicht mehr essen als früher. Die vermeintliche Ursache ist oft schnell ausgemacht: Viele Betroffene vermuten, dass die Hormone schuld an den Extra-Pfunden sind. Doch damit liegen sie falsch, sagt eine Ernährungswissenschaftlerin.

Die überwiegende Zahl der Frauen nimmt in den Wechseljahren um etwa ein bis zwei Kilo zu. Bei anderen ist es deutlich mehr. Aber sind tatsächlich die Hormone schuld an der Gewichtszunahme? „Dieses Vorurteil, die direkte Verknüpfung von Menopause und Übergewicht, ist schlichtweg falsch“, stellte die Ernährungswissenschaftlerin Privatdozentin Birgit-Christiane Zyriax vom Zentrum Klinische Forschung Hamburg bei der jüngsten Jahrestagung der Deutschen Menopause Gesellschaft in Frankfurt klar. „Der Ursprung des Problems liegt vielmehr in einem zu hohen Körpergewicht im Kindes- und Jugendalter, das auf einem ungesunden Lebensstil basiert. Es ist der Wegbereiter des viszeralen, also des Bauchfetts“, so die Präventionsexpertin.

Weniger Bauchfett, mehr Insulin

Viel Fett in der Bauchhöhle geht oft mit erhöhten Blutzucker-Werten und einer verringerten Insulin-Empfindlichkeit einher. Die Entwicklung eines Diabetes mellitus kann eine mögliche Folge sein. Zu viel Bauchfett begünstigt zudem Durchblutungsstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall, weil sich die arteriellen Blutgefäße durch den gestörten Zucker- und Fettstoffwechsel schneller verengen. Und auch die Lebensqualität, etwa das Sexualleben, leidet darunter. „Aus all diesen Gründen sollte eine Prävention oder eine Intervention, also eine Gegenmaßnahme, schon lange vor der Menopause erfolgen“, rät
Dr. Zyriax.

Lieber zwei kalorienarme Tage als Dauerdiät

Das Hauptproblem vieler Mid-Agerinnen: Ihr Energieumsatz sinkt etwa ab dem 30. Lebensjahr kontinuierlich. Gleichzeitig verlieren Frauen ab 40 an Muskelmasse. Weil die Fettverbrennung aber vorwiegend in den Muskeln stattfindet, entsteht eine Dysbalance zwischen Nahrungsaufnahme und Kalorienverbrauch. Wer jetzt seinen Appetit nicht zügelt, nimmt zu. „Etwas günstiger, als sich dabei jeden Tag einzuschränken, ist es, die Kalorienzahl an zwei Tagen pro Woche zu verringern“, rät Dr. Zyriax. „Und langsam und achtsam zu essen, weil ein Sättigungsgefühl erst nach 20 Minuten eintritt. Wichtig ist ebenso, schon beim Füllen des Kühlschranks bewusst auf gesunde Lebensmittel zu achten.“
Sich mehr zu bewegen, ist ebenfalls nützlich, um die Anzeige der Waage im Zaum zu halten. Schon 150 Minuten Walking oder 75 Minuten Joggen pro Woche sind dafür ausreichend. Eine wesentliche Rolle spielen auch Entspannung und ausreichend Schlaf. Denn Schlaflosigkeit und innere Unruhe, wie sie gerade für Frauen im Klimakterium typisch sind, führen häufig zu wahren Heißhungerattacken.

Hormontherapie mit positiven Effekten

Frauen, die unter starken Wechseljahresbeschwerden leiden, aber aus Angst vor Gewichtszunahme eine Hormontherapie scheuen, können aufatmen. Denn eine vom Arzt an die individuellen Bedürfnisse angepasste Hormontherapie lässt das Gewicht in der Regel nicht ansteigen und kann sogar das Risiko für Diabetes senken. So fördert im Rahmen einer Hormontherapie angewendetes Östradiol die Aktivität der Betazellen in der Bauchspeicheldrüse und sorgt dafür, dass wieder mehr Insulin produziert wird. Wenn bei der Hormontherapie Östradiol über die Haut, zum Beispiel als Gel verabreicht wird, steigt zudem auch das Risiko für Thrombosen selbst bei übergewichtigen Frauen kaum an.
Zum Schutz der Gebärmutter vor Wucherungen wird bei einer kombinierten Hormontherapie zusätzlich ein Gestagen verordnet. Die Wahl fällt dabei meist auf natürliches Progesteron, das nicht nur im Hinblick auf Gewebeveränderungen der Brust als besonders sicher gilt. Experten zufolge hat es außerdem einen günstigen Effekt auf den Wasserhaushalt und bei abendlicher Einnahme einen positiven Einfluss auf die Schlafqualität.

Mehr Informationen gibt es unter www.hormontherapie-wechseljahre.de und www.progesteron.de.

Quelle:
Jahrestagung Deutsche Menopause Gesellschaft, Frankfurt 11.-12. November 2016

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Früherkennungs-Guide für die Frau

Schlüssel für eine gute Gesundheit

Vorbeugung ist die beste Medizin. Das weiß der schlaue Volksmund schon längst. Und die moderne Medizin erst recht. Doch Prävention ist mehr als Gesundheitsvorsorge durch Sport, Ernährung oder Stressabbau. Auch Früherkennungsuntersuchungen beim Arzt gehören dazu. Besonders für Frauen in den Wechseljahren. Denn mit den Hormonen schwinden auch die „Wächter“ für weibliches Wohlbefinden und Gesundheit. Im Kalender der Früherkennung stehen acht wichtige Untersuchungen, mit denen Frauen ab 50 gesundheitlichen Risiken vorbeugen können.

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Die Wechseljahre bestmöglich meistern

Experten raten zu achtsamem Lifestyle und individueller Hormontherapie

Die meisten Frauen verbringen mehr als ein Drittel ihrer Lebenszeit jenseits des letzten Eisprungs. Es könnten ihre besten Jahre sein. Selbstbestimmt und selbstbewusst, gesund, glücklich und zufrieden wie nie zuvor. Wäre da nicht das Klimakterium mit all seinen Beschwerden. Keine Frau kann vor den Wechseljahren davonlaufen. Doch wer zu deren Beginn seine persönlichen Lebensgewohnheiten unter die Lupe nimmt, kann Risikofaktoren ausschalten und sein Wohlbefinden enorm verbessern. Die Wechseljahre bestmöglich meistern weiterlesen

Gute Nacht in den Wechseljahren

Progesteron schenkt gesunden Schlaf

Genetisch und evolutionär bedingt, brauchen Frauen pro Nacht rund eine Stunde mehr Schlaf als Männer. Es dauert länger, bis sie einschlafen, dafür wachen sie aber häufiger auf und leiden doppelt so oft unter Schlafstörungen. Schuld ist meist eine Kombination spezieller weiblicher Faktoren, etwa eine erhöhte Geräuschempfindlichkeit, hormonelle Einflüsse  während der Regel oder in der Menopause, auch vermehrte nächtliche Grübeleien. Frauen, die eine Hormontherapie mit mikronisiertem Progesteron erhalten, profitieren auch von dessen schlaffördernder Wirkung. Gute Nacht in den Wechseljahren weiterlesen

Östrogen: Hormon mit Multi-Power

Schöne Haare, gesunde Haut und starke Knochen

Unsere Haut ist ein echtes Multitalent, schützt uns vor Viren und Bakterien, liefert Vitamin D, regelt unsere Körpertemperatur. Und prachtvolles Haar ist der Inbegriff weiblicher Schönheit und Attraktivität. Beide zusammen sind die schönste Visitenkarte einer Frau – aber auch kleine Verräter. Denn wenn es uns nicht gut geht, wird die Haut blass, das Haar stumpf. Auch Veränderungen im Hormonspiegel gehen nicht spurlos an ihnen vorbei. In den Wechseljahren wird die Haut trockener, die Fältchen nehmen zu, die Haare lichten sich. Östrogen: Hormon mit Multi-Power weiterlesen

Hormontherapie: Doppelt profitieren

Diabetes und Adipositas in den Wechseljahren

Gemein, ungerecht, aber nicht gerade selten: „Ich brauche ein Stück Torte oder eine Praline nur anzuschauen, und schon habe ich wieder ein Pfund mehr drauf!“ So geht es vielen Frauen ab Mitte 40. Die Schilddrüse ist in den allermeisten Fällen nicht schuld daran, auch wenn viele Frauen das gern glauben möchten. Ursache ist meist das allmähliche Versiegen der Östrogenproduktion in der Perimenopause. Die Eierstöcke beginnen nach und nach zu schwächeln, die Fettverbrennung nimmt durch das fehlende Östrogen ab – und die betroffenen Frauen oft zu. Erhalten Frauen wegen starker Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen eine Hormontherapie, kann diese auch helfen, Übergewicht oder Diabetes zu vermeiden. Hormontherapie: Doppelt profitieren weiterlesen

PMS und Wechseljahre – spannende Zeiten für die Brust

Tipps für ein leichteres Gefühl

Die Brüste fühlen sich schwer an, schmerzen bei jedem Schritt. Frauen in den Wechseljahren oder vor der Regel wissen nur allzu gut, wie unangenehm und belastend hormonell bedingtes Brustspannen sein kann. Aber es gibt wirksame Tipps, die das Leben buchstäblich leichter machen. PMS und Wechseljahre – spannende Zeiten für die Brust weiterlesen